Dorffest in Oberbrügge lockt viele Gäste

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Oberbrügge - Trecker-Oldtimer-Treff, Dorfmarkt, Streichelzoo, Info- und Marktstände, Line-Dance, verschiedene Bands und Chöre und eine abendliche Tanz-Party: Das Dorffest in Oberbrügge hatte am Samstag einiges zu bieten.

Die unzähligen Besucher waren sich einig, dass sich der Aufwand, den das Aktionsbündnis Oberbrügge-Ehringhausen mit dieser Veranstaltung betrieb, wirklich gelohnt hat.

Wo sonst kann man auf einer Kuh reiten, einen Hahn streicheln oder leckeren selbst gemachten Kuchen aus Oberbrügge probieren? Das Highlight des Abends betrat dann gegen 20 Uhr in Form der Band „Planless“ die Bühne. Selbst aus Holzwickede reisten Fans der Musiker an. Ganz neu ist die Idee, ein großes Dorffest zu veranstalten, nicht. „Das ist eher ein Revival-Dorffest“, scherzte Organisator Peter Seyfried, denn bereits vor 30 Jahren gab es hier ein großes Fest. „Damals, in der Hochzeit von Oberbrügge-Ehringhausen, ging das Dorffest noch über drei Tage.“ Schließlich wurde es im Oktober 2016 „wiederbelebt“, und wurde damals auch bei mäßigem Wetter so gut angenommen, dass es jetzt eine weitere Auflage geben sollte. Ein mehrjähriger Rhythmus sei perfekt für so eine Veranstaltung, so der Hauptorganisator. „Wir haben ja auch noch andere Veranstaltungen, wie das Kindersportfest oder den Dorfwettbewerb“.

Dorffest in Oberbrügge

„Die ganze Gruppe, die sich hier für die Dorfentwicklung und den Dorferhalt einsetzt, ist entstanden aus dem Kampf um den Erhalt der Grundschule“, erinnerte sich Seyfried. Das sei im Februar 2016 gewesen, als die Schließung der Grundschule drohte. Lehrer-Kollegium, Eltern und viele Oberbrügger versuchten, die Politiker zu einem Umdenken zu bewegen. Mit Erfolg, denn die Schule ist, zumindest als Zweitstandort der Regenbogenschule, erhalten geblieben. „Rund 100 Kinder können weiter in der Mitte des Dorfes aufwachsen, am Gemeindeleben teilnehmen, sind für unsere Vereine erreichbar und identifizieren sich mit dem Ort, was natürlich ganz wichtig ist, damit so ein Dorf auch überleben kann“, erklärte Peter Seyfried. In vielen Ortschaften sei mit der Grundschule auch die Dorfgemeinschaft am Ende gewesen. Das sollte hier auf jeden Fall vermieden werden.

„Wir wollen unsere Vereine, Institutionen, Feuerwehr, Kirche, Kiga, Jugendtreff und Bürger miteinander vernetzen, damit auch die Kinder in diesem Umfeld groß werden können.“ Und die beste Möglichkeit, eine übergreifende Vernetzung mit allen zu erreichen, sei eben das Dorffest gewesen, bei dem alle zusammenkommen und auch jeder mitmacht.

So ist es auch kein Problem gewesen, genügend Helfer für die Veranstaltung zu finden. 150 Oberbrügger haben freiwillig und mit Eifer das Fest zu dem gemacht, was die Besucher am Samstag zu sehen bekamen. Um den Besuchern auch ausreichend Parkmöglichkeiten zu bieten, stellte Biobauer Wolf seine angrenzende Wiese zur Verfügung, die sogar noch mit Schotter ausgebessert wurde, um den Pkw eine barrierefreie Zufahrt zu ermöglichen. Die Musikfans aus Holzwickede haben sich darüber gefreut: Sie übernachteten dort in ihrem Wohnmobil und traten erst am Sonntagvormittag den Heimweg an.

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