Gemeinde wartet auf neuen Pfarrer

Würde auch weiterhin die Leitung übernehmen, Pastor Claus Optenhöfel.

HALVER ▪ Die katholische Pfarrei Christus König befindet sich bei den Zukunftsplanungen im Schwebezustand. Einerseits weiß der kommissarische Leiter, Pastor Claus Optenhöfel, um eine langfristig sinkende Zahl an Gemeindemitgliedern. Kurzfristig ist die Besetzung einer Pfarrstelle in Halver weiter noch nicht geklärt.

„Wir haben aber die Zusage, dass noch jemand kommt“, ist Optenhöfel für die nächsten Monate optimistisch. Auf diese Aussage des Personaldezernates des Bistums Essen verlässt sich der Geistliche. Schließlich handele es sich bei „Christus König“ um die von der Fläche größte Pfarrei im heimischen Bistum.

Ob auch künftig die Leitung der Großpfarrei in seinen Händen bleibt, oder aber der neue Pfarrer diese übernehmen wird, hängt vom gesuchten Nachfolger für den nach Sex-Vorwürfen vom Amt zurückgetretenen und nicht mehr als Pfarrer aktiven Volker Ziegenhagen ab. Optenhöfel hält dabei seine künftige Rolle als Führungskraft offen: „Ich kann mir das vorstellen, ich muss es aber nicht machen.“ Erst einmal müsse ein neuer Pastor gefunden werden. Denn: „Es ist nicht die einzige Pfarrstelle, die im Bistum nicht besetzt ist.“

Aktuell muss die anstehende Arbeit auf die drei verbliebenen Priester verteilt werden, die jeweils Schwerpunkte setzen. So kümmert sich der neue Pfarrer von St. Thomas Morus, Matthias Fuchs, hier um die Gemeinde. Gemeindereferentin Sandra Schnell ist in Dahl aktiv und der Halveraner Pfarrer Karl Balkenohl befindet zwar offiziell eigentlich im Ruhestand, auch im besonderen Dienst genannt, doch auch künftig soll er die Feier der Gottesdienste übernehmen. Optenhöfel wird sich einerseits weiter um seine Gemeinde in Breckerfeld kümmern, andererseits fallen Gemeinderatsarbeit und die Kindergärten in seine Zuständigkeit. Schwierig sei die aktuelle Situation auch, da es sich um vier unterschiedliche Gemeinden handele. Hinzu kämen wintertags teils weite Wege, die bei besonderen Feiertagen besonders ins Gewicht fallen. „Weihnachten war es ein Krampf.“ Teilweise wäre es „grenzwertig“ gewesen.

Auf einige Feiern im Jahr 2011 freut sich der Geistliche aber schon jetzt. Neben Kommunion und Firmung führt der kommissarische Leiter auch die Gemeindefeste an. Insgesamt setzt er auf eine weitere Zusammenarbeit der Gemeinden untereinander. ▪ Marco Fraune

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