Gemeinde Oberbrügge vor massiven Veränderungen

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Superintendent Klaus Majoress (links) konnte zwar nichts Konkretes sagen, aber die Oberbrügger Gemeindeglieder über das weitere Vorgehen informieren.

Oberbrügge - „Wir können noch nichts Konkretes sagen. Aber wir können über die Rahmenbedingungen informieren!“ Superintendent Klaus Majoress ließ am Sonntag auf der Versammlung der Evangelischen Kirchengemeinde Oberbrügge keinen Zweifel daran aufkommen, dass es „schwierige Verhandlungen“ werden, um beim Landeskirchenamt eine halbe Pfarrstelle bewilligt zu bekommen.

Denn Pfarrer Werner Kenkel wird, wie bereits berichtet, im Frühjahr seinen Vorruhestand beantragen und Oberbrügge Ende September verlassen. Eine ganze Stelle, so betonte Majoress, gebe es auf keinen Fall. Dafür müsste die Gemeinde mindestens 2300 Glieder haben - mittlerweile sind es unter 1100. Der Superintendent zeigte sich aber vorsichtig optimistisch, dass es dennoch „umsetzbar ist“, eine halbe Pfarrstelle bewilligt zu bekommen. Und ohne den Förderverein der Gemeinde und ohne das freiwillige Kirchgeld sei die Finanzierung nicht „schulterbar“.

Ebenso deutlich wies Klaus Majoress darauf hin, dass es keine halbe Pfarrstelle nur für Oberbrügge geben werde. Die 50 Prozent müssten mit einer anderen halben Stelle, beispielsweise im Schuldienst oder in einer anderen Gemeinde, gekoppelt werden. Und dann müsste noch eine Pfarrerin oder ein Pfarrer gefunden werden, dem diese gekoppelte Stelle zusagt. Majoress wies darauf hin, dass man in anderen Gemeinden des Märkischen Kreises zwei Jahre lan auf die Besetzung von Pfarrstellen gewartet habe.

Auch ein komplett renoviertes Pfarrhaus in guter Wohnlage sei heute meistens kein Grund für einen Pfarrer, solch eine Stelle anzunehmen. Gleichzeitig versicherte er, dass eine Betreuung in der Übergangszeit ab Oktober 2015 allein schon durch Pfarrer Thomas Wienand gewährleistet sei. Gleichwohl betonte der Superintendent mehrfach, dass auf die Oberbrügger Gemeinde massive Veränderungen zukommen.

Pfarrer Ulrich Schreiber warnte ebenfalls: „Meine ganz persönliche Meinung ist, hängen Sie Ihre Erwartungen nicht zu hoch!“ Mehr und möglicherweise wirklich Konkreteres werden die Gemeindeglieder bei der nächsten Versammlung im kommenden Frühjahr erfahren. - Det Ruthmann

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