Untersuchung auf Schadstoffe

Gefahr auf Spielplätzen im MK: Kontrollen nach Hochwasser

Spielplatz Halver Schalksmühle
+
Nach Hochwasser: Spielplätze wurde auf Schadstoffe untersucht (Symbolfoto).

Nicht nur Wohnhäuser und Gärten sind vom Hochwasser vom 14. Juli betroffen. Der Starkregen und der Anstieg der Flüsse haben auch verschiedene Spielplätze im Märkischen Kreis überschwemmt – so auch in Schalksmühle.

Oberbrügge/Schalksmühle – Da zunächst nicht ausgeschlossen werden konnte, dass sich auch Schadstoffe auf den Flächen durch das Hochwasser ablagern, hat der Kreis die Spielplätze prüfen lassen. „Eine entsprechende Gefahr ging etwa von aufgeschwommenen Heizöltanks, überschwemmten Produktionsstandorten oder versagenden Abwasserbehandlungsanlagen aus“, erklärt Robert Kies, Geologe bei der Unteren Bodenschutzbehörde im Märkischen Kreis. Entsprechend eines Erlasses des Landesumweltministeriums hat die Bodenschutzbehörde die betroffenen Flächen untersucht.

Nach Rückmeldung der Städte und Gemeinden im Kreis wurde seitens der Bodenschutzbehörde ein Fachgutachterbüro beauftragt. Überprüft wurden unter anderem der Spielplatz am Ohler Weg in Oberbrügge sowie der Volmepark und der Außenbereich der Kita Wansbeckplatz in Schalksmühle. Wobei die Gemeinde Schalksmühle bei letzteren Flächen bereits selbst einen Gutachter beauftragt hatte. Neben den Spielplätzen in Halver und Schalksmühle wurden folgende Flächen untersucht: der Spielplatz Ahelle in Lüdenscheid, der Bolzplatz Brügge-Winkhausen sowie die Spielplätze Kalkofenweg und Hemecker Weg in Altena. 

Untersuchung auf giftige Stoffe

Die Untersuchung erfolgte gemäß den gesetzlichen Vorgaben, die die Prüfung insbesondere zu Schwermetallen, giftigen Kohlenwasserstoffen und krebsauslösenden Chlorverbindungen umfasst. Berücksichtigt wurden zudem die Ausführungsempfehlungen des Landes für Schlammuntersuchungen. „Der Märkische Kreis ist über diese Mindestvorgaben hinausgegangen, um auch weitere für das Kreisgebiet typischen Schadstoffe mit abzudecken“, heißt es in der Pressemitteilung.

Die Ergebnisse liegen nun vor. Der Kreis gibt Entwarnung. Robert Kies: „Bereits bei der Probenahme vor Ort gab es bei keiner der betroffenen Flächen äußerlich oder durch den Geruch wahrnehmbare Hinweise auf eventuelle Bodenbelastungen. Nach Probenahme und Analyse ist festzustellen, dass die gesetzlichen Prüfwerte für den Wirkungspfad Boden – Mensch für Kinderspielflächen eingehalten werden. Für alle sieben Flächen bestehen daher aus bodenschutzrechtlicher Sicht keine Bedenken gegen eine Fortsetzung der sensiblen Nutzung.“

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Hinweise zum Kommentieren: Auf come-on.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.


Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.

Netiquette
Hinweis: Kommentieren Sie fair und sachlich! Rassistische, pornografische, menschenverachtende, beleidigende oder gegen die guten Sitten verstoßende Äußerungen sind verboten und werden gelöscht.

Kommentare