Kranzniederlegung

Gedenkveranstaltung zum Volkstrauertag in Halver

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Im Anschluss an die Gedenkveranstaltung gingen alle Gäste gemeinsam zum Ehrenmal in den Hohenzollernpark, um dort einen Kranz niederzulegen und der Toten zu gedenken.

Halver - „Am heutigen Tag, wenn in Deutschland die Fahnen auf Halbmast wehen, gedenken wir der vielen Menschen und Soldaten, die in den beiden Weltkriegen millionenfach ihr Leben ließen und unter der Gewaltherrschaft litten.“ Mit diesen Worten begrüßte die stellvertretende Bürgermeisterin Monika Ebbinghaus am Snntag die Gäste, die zur Gedenkveranstaltung anlässlich des Volkstrauertags gekommen waren.

Unter diesen Gästen waren neben Vertretern der Feuerwehr und Vereine auch einige Ratsmitglieder. Musikalisch wurde die Veranstaltung im Forum der Lindenhofschule von einigen Schülern der Musikschule Volmetal begleitet, außerdem trugen Schülerinnen des Anne-Frank-Gymnasiums Gedichte von Paul Celan und Georg Trakl vor. Im Anschluss gingen alle Gäste gemeinsam zum Ehrenmal, um dort einen Kranz niederzulegen und der Toten zu gedenken.

Monika Ebbinghaus erinnerte in ihrer Rede auch an das Leid der „Menschen im Irak und in Syrien, im Nahen Osten und in der Ukraine“. Auch heute werde die Welt nicht vom Frieden regiert, nach wie vor litten Menschen unter Krieg, Terror, Verfolgung und Hunger. Wer die „Schreckensbilder in den Abendnachrichten“ ansehe, der erkenne, was der Kriegt mit Menschen macht: „Er tötet nicht nur Menschen, sondern das Menschsein selbst“, so die stellvertretende Bürgermeisterin.

Und nicht nur in den aktuellen Kriegsgebieten, sondern auch in Europa drohe Gefahr. „Parteien erstarken, deren Themen und Aussagen in Teilen an die Zeiten des Nationalsozialismus erinnern. Die Europäische Union bröckelt und steht vor großen Herausforderungen“, führte Ebbinghaus Beispiele an. Es gelte, an einem geeinten Europa festzuhalten, sich auseinanderzusetzen und auch Gegner zu Verhandlungspartnern zu machen. „Wir müssen wachsam sein, dass sich nicht wiederholt, was wir glaubten durch Erfahrung und bessere Erkenntnis überwunden zu haben“, mahnte sie abschließend. Die Erinnerung verpflichte dazu, immer an einer friedlichen Lösung von Konflikten zu arbeiten.

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