Gebet, meditative Gesänge und besinnliche Stimmung

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Mit Flöten, Klavier, Geige und Saxofon begleiteten die Musiker die sich meditativ wiederholenden Gesänge.

Halver - Mit einem Taizé-Abend zum Thema „Segen erleben“ ist am Samstagabend in der Nicolaikirche die Allianzgebetswoche zu Ende gegangen.

Die Evangelische Kirchengemeinde Halver, die Freie evangelischen Gemeinde Halver, die Evangelische Gemeinde Oberbrügge und die Freie evangelische Gemeinde Bever sind vereint in der Evangelischen Allianz, die jeweils zum Jahresbeginn unter einem zentralen Leitgedanken zur europaweiten Gebetswoche aufruft.

„Als Pilger und Fremde unterwegs“ hatten spanische Christen für dieses Jahr als Schwerpunktthema vorgeschlagen. Die vier Halveraner Gemeinden aber hatten sich schon früh dazu entschieden, das Gebet selbst zum Thema der Woche zu machen. Vier der sieben Veranstaltungen in der letzten Woche gestaltete Ralf Mühe vom Bibellesebund. Der Segen des Danks, der Umkehr und der Fürbitte wurden dabei angesprochen. Am Freitag gab es einen Lobpreis-Abend mit der Allianz-Jugend im Haus der Freien evangelischen Gemeinde Halver.

Den Abschluss der Woche gestaltete am Samstagabend in der Nicolaikirche der Taizé-Arbeitskreis unter Leitung von Rüdiger Bednarz. Gut 50 Christen kamen zusammen, um gemeinsam zur Ruhe zu kommen, innezuhalten und Gott zu begegnen. Das geschah in einer besonderen Atmosphäre, angelehnt an die Praktiken der 1949 gegründeten Communauté de Taizé, der ersten ökumenischen Brüdergemeinschaft der Kirchengeschichte.

Liedtexte großformatig auf Altarwand projiziert

Das warme Licht ganz vieler Kerzen, aufgestellt auf einem orangefarbenen Tuch im Altarraum, sorgte in der sonst fast dunklen Kirche für eine sehr besinnliche Stimmung. Die fünf Musiker unter Leitung von Henryka Varosi begleiteten mit Flöten, Klavier, Geige und Saxofon die sich meditativ wiederholenden Gesänge. Die kurzen Liedtexte wurden großformatig auf die Altarwand projiziert, sodass die Besucher des Abends alle Stücke mitsingen konnten. „Wo Güte und Liebe herrscht, da ist Gott“, lautete beispielsweise eine der so übermittelten Aussagen.

Nach der Einstimmung gab es eine stille Zeit der Besinnung. Es folgte die gut angenommene Möglichkeit zur persönlichen Segnung. Mit den Fürbittengebeten, dem gemeinsam gesprochenen Vaterunser und dem Zuspruch des Segens Gottes endete der Taizé-Abend. „Wir gestalten zwei- oder dreimal im Jahr an verschiedenen Orten unser ökumenisches Taizé-Gebet“, so Rüdiger Bednarz. Willkommen sind dazu alle Interessierten.

Solche Angebote dürften ganz im Sinn der heute rund 100 Brüder der Communauté de Taizé sein. Sie sind Katholiken oder Mitglieder verschiedener evangelischer Kirchen und stammen aus über 25 Ländern. „Durch ihr Dasein ist die Communauté ein konkretes Zeichen der Versöhnung unter gespaltenen Christen und getrennten Völkern“, heißt es zum Thema bei Wikipedia. Dazu passte eine der Fürbitten am Samstag, in der es um Toleranz und Wertschätzung überall dort ging, wo sich Menschen begegnen. Und damit schloss die Halveraner Allianzgebetswoche dann doch ganz nah am zentralen Thema der diesjährigen internationalen Allianzgebetswoche.

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