Gasumstellung in Halveraner Haushalten

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An bereits vorhandenen Leitungen, die parallel verlaufen, werden „vorbereitende Maßnahmen für die Umstellung“ durchgeführt.

Halver/Wipperfürth - Ein großes und tiefes Loch im Ortsteil Kreuzberg in Wipperfürth spielt auch für die Stadt Halver eine Rolle. Denn dort leistet derzeit die Firma Open Grid Europe aus Essen Vorarbeiten für die Umstellung von L-Gas auf H-Gas für die Haushalte. In Halver soll das 2023 geschehen, in Wipperfürth ein Jahr später. 

Die „vorbereitenden Maßnahmen für die Umstellung“, wie Helmut Roloff, Pressesprecher von Open Grid Europe, die Arbeiten in Kreuzberg nennt, erfolgen an bereits vorhandenen Leitungen. „An der Stelle des großen Lochs laufen zwei Leitungen parallel“, erklärt er. Zwischen die bestehenden Leitungen werden bestimmte Amaturen gesetzt, um sie miteinander zu verbinden. 

Ab 2030 gibt es kein L-Gas mehr Der Grund für die Umstellung von L- auf H-Gas ist einfach: „Bis 2030 ist das L-Gas ausgefördert. Dann gibt es dieses Gas nicht mehr.“ Bisher kommt das L-Gas aus Lagerstätten in Deutschland und den Niederlanden. Das H-Gas, das ab 2023 in Halver in die Haushalte gelangt, stammt aus Norwegen, Russland und anderen Ländern. Das ist auf der Internetseite des Essener Unternehmens nachzulesen. Außerdem habe das L-Gas laut Roloff einen niedrigeren Brenngehalt als das H-Gas. Durch den Methangehalt unterscheiden sie sich in ihren Brennwerten. Das H-Gas brennt also besser.

 Open Grid Europe betreut die Maßnahmen als Fernleitungnetzbetreiber, arbeitet mit den zuständigen Versorgern zusammen. Für die Gasversorgung in Halver sind die Unternehmen RWE und Mark-E zuständig. „Wenn es soweit ist, wird alles mit den Versorgern minutiös besprochen“, sagt Roloff. „Auch die Betroffenen werden rechtzeitig von ihrem Versorger angeschrieben und über die Umstellung informiert.“ Wenn das geschehen ist, werden die Gasanlagen in den Haushalten von einem Monteur überprüft. „Ist eine Anlage sehr alt, kann es sein, dass sie ausgetauscht werden muss“, erklärt Helmut Roloff. Im besten Fall reiche aber der Austausch einer Düse. 

Ist die Gasanlage für die Umstellung bereit, wird zunächst das L-Gas aus den Leitungen gedrückt. Erst dann gelangt das H-Gas hinein. Nach etwa zwei Tagen kommt erneut ein Monteur vorbei, um zu kontrollieren, ob alles reibungslos funktioniert. Die Geräteanpassung ist notwendig, allerdings entstehem für die Verbraucher keinen Kosten, heißt es in einer Pressemitteilung von Open Grid Europe.

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