Gartenabfälle nicht im Wald entsorgen

Der Wald als Müllkippe für Gras- und Grünschnitt: Kai Hellmann von der Stadtverwaltung Halver weist in einer Pressemitteilung darauf hin, dass es sich dabei um eine Ordnungswidrigkeit handelt. Beim Baubetriebshof steht extra ein Container bereit. - Archivfoto AA

Halver -  Grünschnitt, Gras, und Laub, derer sich Gartenbesitzer entledigen möchten, gelten rechtlich als Abfall und dürfen nicht im Wald, in der freien Natur und auf Grünflächen entsorgt werden. Darauf weist Kai Hellmann von der Stadtverwaltung hin.

Oft wird die Meinung vertreten, man füge der Natur keinen Schaden zu, da es sich um verrottbares Material handelt. Was banal klingt ist jedoch kein Kavaliersdelikt. „Diese Art der Entsorgung ist nicht erlaubt. Gartenabfälle sind gemäß der Abfallsatzung ordnungsgemäß zu entsorgen. Entweder sind sie – wie der übrige Müll – dem öffentlichen Entsorgungsträger, also der Stadt Halver, zu überlassen oder können im eigenen Garten kompostiert werden“. Die Stadt stellt für alle Grundstückseigentümer, die nicht kompostieren können, einen Grünabfallcontainer am Baubetriebshof zur Verfügung. „Die Verrottung der im Wald abgelagerten Grünabfälle sorgt für einen verstärkten Nährstoffeintrag“, so der Verwaltungsmitarbeiter.

Damit wird die Zusammensetzung der Böden empfindlich gestört. Pflanzen, die auf nährstoffarmen Böden zurechtkommen, werden durch Brennnesseln oder Brombeersträucher vertrieben. Das Bundesamt für Naturschutz weist in diesem Zusammenhang darauf hin, dass mit der illegalen Entsorgung auch gebietsfremde Pflanzenarten in die freie Natur eingebracht werden, die die Lebensgemeinschaften im Wald, am Waldrand oder in Schutzgebieten negativ beeinflussen können. Nicht selten treiben auch Wurzelreste mancher Gartenpflanzen wieder aus und verdrängen somit die ursprüngliche Pflanzenwelt.

Sobald sich an einer Stelle Abfälle befinden, so Hellmann, kommt durch Nachahmer immer mehr Unrat dazu. Innerhalb kurzer Zeit befindet sich eine kleine Deponie in Wald, Grünflächen oder unter Büschen auf der sich neben Grünschnitt Abfälle aller Art sammeln. Diese Abfälle müssen, auch wenn sie von Dritten illegal abgelagert wurden, nach Abfallrecht vom Grundeigentümer entfernt und einer ordnungsgemäßen Entsorgung zugeführt werden. Das verursacht Kosten. Handelt es sich um öffentliche Grünflächen, sind diese von der öffentlichen Hand zu tragen – also über die Abfallgebühren. Bei Hinweisen werden die illegalen Abfallentsorger zunächst angesprochen und auf die Rechtslage hingewiesen, jedoch behält sich die Stadt auch entsprechende Geldbußen vor. Daher bittet die Stadtverwaltung, die Grünabfälle auf dem eigenen Grundstück zu kompostieren oder aber zur Sammelstelle am Baubetriebshof zu bringen.

Auf dem Gelände des Baubetriebshofes an der Elberfelder Straße steht in der Zeit von April bis Oktober ein Container zur Aufnahme von Grünabfällen. Die Anlieferung ist kostenfrei. Zugelassen sind pflanzliche Abfälle aus Haus- und Schrebergärten. Anlieferungen von Gewerbebetrieben sind hingegen ausgeschlossen. Die pflanzlichen Abfälle wie Baum- und Strauchschnitt dürfen nicht länger als 2 Meter sein und einen Durchmesser von 15 Zentimeter nicht überschreiten. Rasenschnitt ist ebenfalls zugelassen. - fsd

Der Container des Baubetriebshofes kann montags bis donnerstags von 7 bis 12 Uhr und von 12.30 bis 16 Uhr gefüllt werden. Freitags besteht die Möglichkeit zur Entsorgung von Grünabfällen von 7 bis 12 Uhr und von 11 bis 14 Uhr.

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