Ganztagsschule: Schulleiter Norbert Lienesch verabschiedet

+
Norbert Lienesch wechselt in den Ruhestand.

Halver - Nach 42 Jahren im Schuldienst, drei davon in Halver, hat sich am Freitag Norbert Lienesch von der Ganztagsschule (GTS) verabschiedet. Und die Schule von ihm.

Durch das Auslaufen und den Übergang zur Humboldtschule als weiterführender Schule in zwei Jahren werde die GTS öffentlich vielfach als nicht mehr existent wahrgenommen. „Doch es gibt sie noch“, machte er in seiner abschließenden Rede deutlich und wandte sich an seine Nachfolgerin Heike Oberwinter und das Kollegium, dem er für die Zukunft beide Daumen drücke. Denn viele Aufgaben im Alltagsbetrieb – unter anderem die Pausenaufsichten – seien unabhängig von den zurückgehenden Schülerzahlen und müssten bei einem schrumpfenden Kollegium auf weniger Schultern verteilt werden.

Nachfolgerin Heike Oberwinter

Seinen persönlichen Dank richtete Lienesch an mehrere Stellen. Er galt der Stadt, vertreten durch Bürgermeister Michael Brosch und Kai Hellmann, die als Träger der äußeren Schulangelegenheiten die GTS stets mit Entgegenkommen behandelt habe. Das habe unverändert auch gegolten, als die Veränderung der Schullandschaft in Halver beschlossene Sache war mit der Zusammenführung von GTS und Realschule in die Humboldtschule. Auch seitens des Märkischen Kreises als Schulaufsicht habe die GTS immer Unterstützung gefunden. Schuldirektor Winfried Becker, Lieneschs früherer Lüdenscheider Kollege als Leiter der Hauptschule Stadtpark, war am Freitag ebenfalls ins Foyer an der Mühlenstraße gekommen.

Die zentrale Rolle bei den „guten drei Jahren“ habe aber das Kollegium gespielt, mit dem er von Beginn an vertrauensvoll habe zusammenarbeiten dürfen. Dieses gute Klima wurde auch für die Gäste gestern sichtbar, als die Lehrerschaft mit einem Sketch das Märchen vom Aschenputtel in Szene setzte.

Und auch bemerkenswert viele Schüler waren zu der Verabschiedung gekommen, gestalteten sie mit Beiträgen und moderierten sie gekonnt. Mit einer schönen Rede („die erste meines Lebens“) glänzte insbesondere Liliane Müller, die Lienesch humorvoll als „persönliches Empfangskomitee für zu spät kommende Schüler“ beschrieb. „Vielen Dank für die tolle Zeit und viele Erinnerungen“, gab sie ihrem Schulleiter mit auf den Weg in den Ruhestand.

„Positiv und geräuschlos“

Klaus Dieter Lau, Vorsitzender des Fördervereins, der an der Mühlenstraße eine tragende Rolle spielt, dankte Lienesch ebenso wie Bürgermeister Michael Brosch. Lienesch habe die Schule in einer schwierigen Zeit übernommen. Es sei ihm gelungen, die schwierige Phase des Übergangs, ausgelöst durch das geänderte Wahlverhalten der Eltern, „positiv und geräuschlos“ zu gestalten.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Hinweise zum Kommentieren: Auf come-on.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.


Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.

Netiquette
Hinweis: Kommentieren Sie fair und sachlich! Rassistische, pornografische, menschenverachtende, beleidigende oder gegen die guten Sitten verstoßende Äußerungen sind verboten und werden gelöscht.

Kommentare