Galerie: Weiterer Wandel

Der Verein „Kult“ will auch im nächsten Jahr an die Erfolge der vergangenen beiden Veranstaltungen anknüpfen.

HALVER ▪ Nach der „galerie regional spezial“ und der „galerie regional(e)“ will der Verein Kunst- und Literaturtreff (Kult) die seit 2008 neu konzipierte Ausstellungsreihe im Frühjahr fortsetzen.

Statt sich auf die Ausstellung von Fotos zu fokussieren, wird die Neuauflage auf insgesamt fünf „Säulen“ beruhen. Literatur, Musik, Video und Bildende Kunst sollen neben dem Bereich Fotografie stehen.

„Wir wollen weg von ‚nur’ Fotos“, erklärt Kult-Vorsitzender Matthias Clever im Gespräch mit dem Allgemeinen Anzeiger. Noch ist zwar vieles in der Schwebe und in der Planung, die Zielrichtung ist damit aber schon jetzt festgelegt.

Aktuell sind die Kult-Verantwortlichen dabei, den exakten Termin für die Ausstellung mit der Stadt abzusprechen. Klar ist, dass die Reihe im Kulturbahnhof fortgesetzt werden soll. Aufgrund dieser Festlegung müssen Anzahl und Umfang der Werke stimmen. Clever: „Es muss auch räumlich passen, sich in den Kulturbahnhof einfügen.“

Die Suche nach geeigneten Künstlern, die aus der Region kommen sollen, ist nicht immer so einfach, wie es auf den ersten Blick erscheint. So würden im Bereich der Literatur viele junge Autoren ins Vulgäre driften. „Das ist etwas, was ich nicht hier nach Halver holen will“, unterstreicht der Kult-Vorsitzende. Eher die schöngeistigen Beiträge würden bevorzugt. „Da wird es schon schwerer, jemanden zu finden.“ Im Bereich Musik stehen die Organisatoren der „galerie regional“ vor ähnlichen Problemen. So gebe es viele Bands, die im Hardcore-Bereich anzusiedeln seien, was aber nicht in das Ausstellungskonzept passe. Um die „Säulen“ Bildene Kunst und Videos tragfähig zu machen, wird ebenfalls sondiert. Denn: „Videos werden jetzt mehr in den Mittelpunkt gerückt.“ Im vergangenen Jahr sei hier eine Art Testballon aufgestiegen. Mit der geplanten dritten „galerie regional“ unter Federführung von Kult übergibt der stellvertretende Bürgerdienste-Fachbereichsleiter, Reinhard Neuhaus, endgültig die Verantwortung an die jungen Kreativen. Angesprochen auf die Fortsetzung der Veranstaltungsreihe, erklärte er gegenüber dem AA, dass dies „als ständige Aufgabe“ an Kult gegangen sei. „Ich kann mich nicht so intensiv damit beschäftigen.“ In den Jahren 2008 und 2009 seien die Veranstaltungen zudem sehr erfolgreich gewesen. ▪ Marco Fraune

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