Keiner muss allein sein

Gemeinsam statt allein: Neue Veranstaltung an Weihnachten war ein Erfolg

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Die Eheleute Gebauer und Brendel kümmerten sich.

Oberbrügge - Am Heiligen Abend alleine zu Hause. Die Vorstellung wird nicht jeden erschrecken. Für viele Menschen jedoch können die Stunden bitter sein, wenn Angehörige gar nicht mehr da sind, vielleicht auch nicht kommen.

Weihnachten ist das Fest der Familie. Wo sie fehlt, kann Weihnachten auch bitter sein. In der Oberbrügger Kita Wunderland war das Anlass, mit diesen Menschen das Fest zu begehen. Zu Weihnachten nicht einsam zu sein, war das Projekt der gemeinnützigen Sentiris GmbH, des Kindergartenträgers an der Grundschule. „Das war nicht das letzte Mal“, sagt zwei Tage danach Kristian Hamm, Sentiris-Geschäftsführer. 

19 Gäste waren in die Kita gekommen – zum Essen und Beisammensein, bei Geschenken und der Weihnachtsgeschichte. Vier Kinder waren dabei im Alter zwischen vier und zwölf Jahren, saßen zwischen Erwachsenen und alten Menschen, darunter einem Mann, der kürzlich erst seine Frau verloren hatte. Ihnen allen galt die Einladung zum Festessen in der bunten und weihnachtlichen Runde. 

Gemeinsam, nicht allein: Die Festtafel Heiligabend in der Kita Wunderland.

„Das wollte ich schon immer mal machen“, sagt Kristian Hamm. Doch in den vergangenen Jahren sei dazu keine Zeit gewesen. Dieses Jahr wurde es für ihn zeitlich erstmals möglich. „Und mit dem Kindergarten haben wir jetzt die Infrastruktur.“ Was tatsächlich am Heiligen Abend passiert sei, habe ihn auch noch am Folgetag „ergriffen und angerührt“, wie er im Nachgang empfindet. Denn um das Gelingen des Abends hatten sich Gerlinde Gebauer und Anke Brendel gemeinsam mit ihren Ehemännern gekümmert. 

Eigene Weihnachtsgeschichte geschrieben

Sie hatten den Aufruf mit der Bitte um Unterstützung gelesen und Heiligabend für Einsame in Oberbrügge zu ihrer eigenen Weihnachtsgeschichte gemacht, indem sie Heiligabend anderen Menschen eine Freude bereiten wollten. „Ich dachte erst, sie kümmern sich ums Essen und sind dann weg“, sagt Hamm. 

Aber das Quartett sorgte für alles: für das Servieren und für die saubere Küche danach, für Rosen- und Rotkohl und Rouladen, für Klöße, Spätzle, Schweinebraten. Vorsuppe und Nachtisch kamen auf den Tisch, bis um 21.30 Uhr der Abend ausklang. Für kleine Geschenke hatte die Halveraner Bürgerschaft schon am 1. Advent gesorgt beim Weihnachtsmarkt. 

Spenden helfen bei Geschenken für Kinder

An der interaktiven Krippe konnte man mitmachen gegen eine Spende in beliebiger Höhe. Das half bei der Beschaffung von Spielzeug und Gutscheinen für die Kinder, für Pralinen und eine warme Decke für die Erwachsenen. Im nächsten Jahr soll es das daher wieder geben, findet Hamm. Mit 20 Gästen allerdings seien auch die räumlichen Grenzen erreicht. Eine Großveranstaltung dürfe und könne dies nicht werden.

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