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Gärten in Oberbrügge überschwemmt

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Von: Johannes Becker

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Während einige Grundstücke nur 20 Zentimeter unter Wasser standen, waren es auf tieferliegenden Arealen gut 50 Zentimeter.
Während einige Grundstücke nur 20 Zentimeter unter Wasser standen, waren es auf tieferliegenden Arealen gut 50 Zentimeter. © Becker, Johannes

Die Regenmassen sind auch in Oberbrügge angekommen. Volme und Hälver schwellen immer weiter an. Gärten stehen unter Wasser.

Oberbrügge – „So was habe ich in den 14 Jahren, in denen ich jetzt den Garten und das Gartenhaus habe, noch nicht erlebt.“ Hartmut Schade kann sein Gartenhaus, das nahe der Siedlung Loewen in Oberbrügge an der Volme steht, sehen, erreichbar ist es nicht mehr.

Während auf den Grundstücken an der Straße das Wasser vielleicht 20 Zentimeter hoch steht, steht es am Mittwochnachmittag auf seinem Grundstück, das etwas tiefer liegt, gut einen halben Meter hoch im Garten – seine Campingstühle stehen jedenfalls bis zur Sitzfläche im Wasser. „Meine Stereoanlage und die Lautsprecher dürften im Eimer sein, die Anlage steht nämlich ziemlich tief“, sagt Schade, bleibt aber gelassen, zückt sein Handy und fotografiert das außergewöhnliche Aussehen seines Gartens.

Morgens noch Wiese, nachmittags überschwemmt

Die Volme selbst hält es am Nachmittag noch gerade so im Bett, wobei die nahen Uferbereiche überschwemmt werden. Eine Entenfamilie hat sich vor den reißenden Fluten in einen seichten Bereich gerettet, dorthin, wo am Mittwochmorgen noch Wiese war. Und es regnet im gesamten Kreis immer weiter.

Die Kleingartenanlage in Oberbrügge wurde am Mittwochnachmittag überflutet.
Die Kleingartenanlage in Oberbrügge wurde am Mittwochnachmittag überflutet. © Becker, Johannes

Für die Bewohner der Siedlung selbst war es am Mittwoch ein Warten und Hoffen. Nachmittags stand das Wasser in den Gärten, die an die Hausgrundstücke angrenzen. Morgens hatte es bereits einen Einsatz am Uferweg in Oberbrügge gegeben. Die Feuerwehr wurde dort zu einem vollgelaufenen Keller gerufen.

Thomas Gehring vom Fachbereich Bürgerdienste sagte am Mittwochnachmittag auf Anfrage des Allgemeinen Anzeigers: „Wir kennen aus jahrelanger Erfahrung die Gefahrenstellen an Volme und Hälver. Die Feuerwehr ist vorbereitet und hat auch schon die ersten Sandsäcke aus dem Lager geholt, außerdem wurden weitere Säcke befüllt, damit wir im Notfall schnell reagieren können.“

Im benachbarten Schalksmühle löst der hohe Volmepegel nach 28 Jahren das erste Hochwasser aus.

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