Mobilfunk-Probleme in Halver

Funklöcher trotz Vollversorgung: Große Hoffnung auf Ausbau gibt es nicht

Halver, Mobilfunk, Funklöcher, Telekom
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„Viele weiße Felder mit niedrigem Standard“ gibt es laut Telekom.

Funklöcher in manchen Bereichen in Halver sind nicht unbekannt. Das bestätigt auch die Telekom und spricht von „weißen Feldern“.

Halver – „Ich kenne jedes Funkloch auswendig“, sagt UWG-Ratsherr Benedikt Haake. Spreche er vom Auto aus mit Kunden, wisse er, wo in 20 Sekunden das Gespräch wegbricht.

Das Phänomen kollabierender Gesprächsverbindungen mit dem Handy kennt jeder Nutzer. Warum sie von zu Hause in der Kernstadt aus nicht vernünftig mit dem Smartphone telefonieren könne, fragte auch die Vorsitzende des Ausschusses für Planung und Umwelt, Martina Hesse (CDU), in der vergangenen Sitzung nach.

Telekom berichtet über mobile Versorgungslage

Eingeladen war zum Termin Frank Weinbrenner, Kommunalbeauftragter der Telekom in Dortmund, der in einem Vortrag darlegen sollte, wie die mobile Versorgungslage in Halver aussieht und was man verbessern konnte.

Aber viel schlauer war hinterher keiner. Die Ausführungen über neue Gigahertz-Frequenzen halfen keinem der Zuhörer im Ausschuss. Konkret wurde es erst hinterher, als es zu Nachfragen kam. Könne die Stadt Halver Einfluss darauf nehmen, wie die Mobilversorgung besser werden könnte, wollte beispielsweise Andreas Hesse (CDU) vom Fachmann wissen. Und Weinbrenner verwies darauf, dass die Stadt tatsächlich gegenüber der Telekom, aber auch gegenüber anderen Anbietern unterversorgte Bereiche benennen könne.

Die Bürger sind sauer.

Paul-Adolf Turck (UWG)

Mit Verärgerung registrierte das Paul-Adolf Turck (UWG): „Sie nehmen uns in die Verantwortung. Dabei sind Sie doch der Dienstleister. Die Bürger sind sauer, und Sie haben doch die Versorgungspflicht und die Karten über die Abdeckung“, geriet Turck in Rage.

Unbeeindruckt zeigte sich davon Weinbrenner. Mit einer Abdeckung von 98 Prozent gelte die Versorgungspflicht laut Lizenz als erfüllt, so der Kommunalbeauftragte, der aber eingangs beim Blick auf die Karte schon einräumen musste, das er auch „viele weiße Felder mit niedrigem Standard“ sehe: „Das sieht in Halver nicht wirklich gut aus“, gab er zwar zu. Doch auf der anderen Seite erkannte er keinen akuten Handlungsbedarf. „Da muss man uns mit der Nase drauf stoßen.“ Immerhin vertrete er ein „gewinnorientiertes Unternehmen“, und „zusätzliche Maßnahmen kosten auch Geld“.

Weiteres Vorgehen bleibt offen

Wie es weitergeht mit der Handyversorgung, ist offen. Der Vortrag im Fachausschuss ging zurück auf einen Antrag der FDP-Fraktion vom Sommer und soll Ausgangspunkt für die Verwaltung sein, nach Verbesserungsmöglichkeiten zu suchen.

Dabei könnte es um die Unterstützung von Anbietern gehen bei der Suche nach geeigneten Senderstandorten oder Ähnliches. „Wir werden das Thema weiter verfolgen“, signalisierte auch SPD-Fraktionschef Martin Kastner Zustimmung zum Vorhaben, die Stadt Halver etwas mobilfunktauglicher zu machen.

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