Nachwuchstalente sollen in der Heimat bleiben

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217 Schüler der Oberstufe bekamen einen Überblick der möglichen Berufsfelder bei den regionalen Unternehmen.

Halver - „Den Schülern bieten sich interessante Berufsperspektiven hier in der drittstärkste Wirtschaftsregion. Wir möchten, in Kooperation mit den ansässigen Unternehmen, die Region vernetzen und viele Nachwuchstalente in der Heimat halten“, erklärte der Schulleiter des Anne-Frank-Gymnasiums (AFG), Paul Meurer, am Mittwochmorgen in der vollbesetzten Aula im Rahmen der Berufswahl-Plenarveranstaltung.

Im Rahmen des AFG-Programms „Schule, Wirtschaft, Wissenschaft“ hatten Meurer und der Studien- und Berufskoordinator Peter Täuber Vertreter der Halveraner Firmen Werner Turck und Mayweg sowie der Schalksmühler Unternehmen Albrecht Jung und Lumberg eingeladen. Aus dem akademischen Sektor waren Vertreter der privaten Hochschule BiTS Iserlohn vor Ort. Die Unternehmen stellten sich in viertelstündigen Kurzvorträgen vor. Hierbei erfuhren die Schüler etwas zur Firmengeschichte und welche Möglichkeiten zur beruflichen Ausbildung in den jeweiligen Betrieben besteht. Vor allem die Chancen zu einem dualen Studiengang, eine Mischung aus Studium und Ausbildung in den Betrieben, stieß bei den 17- bis 19-Jährigen auf großes Interesse.

„Im Rahmen des demographischen Wandels müssen sich auch die Firmen neue Ideen einfallen lassen, um junge Talente mit attraktiven Möglichkeiten als Arbeitskräfte zu ködern. Das wird eine Art Wettbewerb“, sagte Meurer. Er wolle eine Plattform schaffen, um die Kooperation und den Austausch mit den regionalen Betrieben zu festigen. „Beide Seiten können dabei nur profitieren“, ist sich Meurer sicher.

Die „Schulentwicklungs-AG“, bestehend aus Schülern, Eltern und Lehrern, hatte die Idee zur Vernetzung von Schulen und Unternehmen befürwortet. „Viele Eltern loben die Idee, die ihren Kindern einen tieferen Einblick in die Berufswelt, quasi vor der Haustür, gibt“, sagte Peter Täuber.

Im Lauf des aktuellen Schuljahres wird es zusätzliche Info-Veranstaltungen für die Schüler geben. Diese sollen den Schülern bei der Berufswahl nach dem Abschluss helfen. Bei einem zweiten Termin werden interessierte Schüler, in Kleingruppen aufgeteilt, abermals die Chance zum direkten Gespräch mit den Firmenvertretern haben. Dann werden die Schüler auch Tipps für Bewerbungen bekommen. Zudem werden die Schüler in den kommenden Monaten eine Gelegenheit bekommen, die Firmen direkt zu besuchen.

Von Benny Finger

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