Friedhofskapelle soll einen Namen erhalten

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Die Kapelle auf dem evangelischen Friedhof, in der derzeit die Gottesdienste stattfinden, soll einen Namen bekommen.

HALVER - Seit dem 19. Januar feiert die Evangelische Kirchengemeinde – wegen der Schäden an der Nicolai-Kirche – bekanntlich ihre Gottesdienste in der Kapelle auf dem Friedhof. Nun soll diese einen eigenen Namen bekommen.

Von Kerstin Zacharias

Wie Heike Esken, Vorsitzende des Presbyteriums, auf Anfrage des Allgemeinen Anzeigers erklärt, sei man sich in der jüngsten Sitzung des Gremiums darüber einig gewesen, dass man die Kapelle nicht länger nur als „Ortsbeschreibung“ bezeichnen möchte. Vielmehr soll sie durch einen eigenen Namen eine persönlichere Note bekommen.

Denn: Nach derzeitigem Stand sei noch nicht absehbar, wann die Nicolai-Kirche wieder genutzt werden könne. Die Kapelle auf dem Friedhof wird also bis auf Weiteres als Ort für die Gottesdienste dienen. Deshalb soll die Namensfindung auch so schnell wie möglich abgeschlossen werden – und zwar bereits am kommenden Sonntag im Rahmen der Gemeindeversammlung. Und dann werden auch die Gemeindeglieder die Möglichkeit haben, ihre Stimme abzugeben.

„In der Presbyteriumssitzung haben wir uns auf zwei Vorschläge geeinigt – warum es gerade diese geworden sind und wir diese für sinnvoll halten, werden wir den Gemeindegliedern am Sonntag genauer erläutern“, erklärt Esken weiter. Per Stimmzettel haben sie dann die Möglichkeit, direkt eine Entscheidung zu treffen, das Ergebnis soll dann bereits am Montag feststehen.

Bislang seien die Reaktionen auf das „Ausweichen“ in die Kapelle auf dem Friedhof durchweg positiv gewesen. „Viele finden es einfach angenehm, dass es nun wieder einen festen Ort für die Gottesdienste gibt, auf den man sich einstellen kann“, so Esken weiter. Und: „Viele hatten die Kapelle nach dem umfangreichen Umbau im vergangenen Jahr noch gar nicht gesehen“, erinnert sie daran, dass das Gebäude einen neuen farblichen Innenanstrich, ein großes neues Fenster über der Empore sowie eine neue Heizung bekommen hat. „Es ist jetzt alles viel heller“, betont Esken, dass die Kapelle nichts traurig-düsteres ausstrahle. Und auch bei den Gottesdiensten sei man darum bemüht, dass es kaum Unterschiede zu denen in der Nicolai-Kirche gebe. Bunte Blumen und Decken auf dem Altar sowie die gewohnte Technik mit Beamer & Co. sollen zum gewohnten Ambiente beitragen. Und dazu soll am Wochenende eben auch die Namensfindung einen Beitrag leisten.

Beginn der Gemeindeversammlung ist am Sonntag im Anschluss an den Gottesdienst, also um 11.15 Uhr. Neben der Vorstellung der Namensvorschläge werden die Verantwortlichen die Gelegenheit nutzen, die Gemeinde über das bisher bekannte Ausmaß der Schäden an der Kirche zu informieren. Dazu sollen auch Fotos gezeigt werden. Darüber hinaus wird Gemeindepädagoge Karsten Drescher einen Ausblick darüber geben, was inhaltlich und an Veranstaltungen in diesem Jahr geplant ist.

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