Freie Fahrt auf der Heerstraße gefeiert

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Ein paar Walzen und Bagger stehen noch – aber die Heerstraße ist seit gestern wieder offiziell für den Verkehr freigegeben. Das freut nicht nur Bürgermeister Dr. Bernd Eicker (links) und MdL Gordan Dudas (Mitte) sondern auch Carsten Spreemann vom Landesbetrieb Straßen.NRW. - Fotos: Pfannschmidt

Oberbrügge - Ganz locker – bei einem Bier und einer Wurst vom Grill – wurde am Freitag die Fertigstellung der Sanierungsmaßnahme an der Heerstraße gefeiert.

Nach und nach füllte sich der Parkplatz an der Einmündung zur Dahlienstraße mit Anwohnern. Sie sind froh, endlich wieder „über den kurzen Weg“ – und nicht über Brügge oder den Sticht – fahren zu können.

„Die langen Umwege waren schon nervenaufreibend“, erinnern sich die Anwohner. „Und auch der Baulärm und der Dreck direkt vorm Haus waren oftmals nicht auszuhalten.“ Doch seit gestern sind es nur noch Erinnerungen. Denn nach zweieinhalbjähriger Baustelle auf einer Länge von 1150 Metern gilt nun: „Freie Fahrt auf der Heerstraße!“

Mehr als 100 Anwohner waren gestern der Einladung der Stadt Halver gefolgt und feierten die Wiedereröffnung der Heerstraße.

Und das Ergebnis, so finden nicht zuletzt auch die Anwohner selbst, kann sich sehen lassen. Deutlich breiter ist die Fahrbahn geworden: überwiegend 6,50 Meter. Zusätzlich ist beidseitig ein kombinierter Rad- und Gehweg vom zuständigen Landesbetrieb Straßen.NRW angelegt worden. Bauleiter Carsten Spreemann, der die grundlegende Sanierung in den vergangenen zwei Jahren begleitet hatte, spricht nach Abschluss der Maßnahme von einer „positiven Zusammenarbeit“. „Es war ein holpriger Start, da natürlich nicht jeder mit den einhergehenden Einschränkungen einverstanden war. Aber die Akzeptanz zur erforderlichen Sanierung ist von Monat zu Monat gestiegen.“

Für das Verständnis der Anwohner fand auch Bürgemeister Bernd Eicker im Rahmen der Feier dankende Worte. Und Gordan Dudas, MdL, fügte hinzu: „Am Ende ist man immer schlauer und weiß, dass einiges besser hätte laufen können.“

Der dreijährige Bennett kann zwar die Aufregung um die Heerstraßensanierung noch nicht verstehen. Eines aber weiß er: „Ich komme jetzt endlich wieder schneller zu Oma und Opa.“ Viele der direkten Anwohner befürchten indes nun, dass die breitere Fahrbahn in Oberbrügge zum Rasen einlädt.

Zusätzlich zu den Arbeiten am Straßenkörper durch den Landesbetrieb Straßen.NRW, waren in den vergangenen zwei Jahren umfangreiche Arbeiten für verschiedene Versorgungsunternehmen und die Stadt Halver durchgeführt worden, so dass nun auch das Leitungsnetz in diesem Bereich vollständig erneuert ist.

Auch nach der Öffnung der Heerstraße für den Fahrzeugverkehr sind die Arbeiten jedoch noch nicht endgültig abgeschlossen. So sind unter anderem noch Anpassungsarbeiten an Anliegergrundstücken durchzuführen, hierzu ist teilweise eine Verkehrsführung mit einer Baustellenampel erforderlich. Weiterhin ist auf der gesamten Strecke noch keine Markierung aufgebracht. Das aber soll laut Spreemann in den kommenden zwei Wochen erfolgen. Wegen der fehlenden Markierung sei auch der außerorts liegende Streckenabschnitt zur Zeit auf eine zulässige Höchstgeschwindigkeit von 50 Kilometern pro Stunde beschränkt.

Der Landesbetrieb hat in die Sanierung der Heerstraße rund 2,7 Millionen Euro investiert. Darin nicht eingeschlossen sind die Leistungen der Versorgungsunternehmen und der Stadt Halver. Die Arbeiten führte die Firma Gehrken aus Dortmund aus.

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