Gefahr im Internet

Frau aus MK soll ihr Passwort ändern - dann kommen lauter Bestellbestätigungen

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Halver - Eine Frau in Halver wurde mit einer E-Mail betrogen. Die Polizei macht auf die Gefahren des Internets aufmerksam.

Per E-Mail bekam eine 62-Jährige aus Halver in der vergangenen Woche eine Info über eine Passwort-Änderung. Sie wurde darin aufgefordert ihr Passwort für ihr Online-Auktionskonto zu ändern.

Kurze Zeit später erhielt die Halveranerin weitere E-Mails im Minutentakt: Dabei handelte es sich um Bestellbestätigungen. Stifte, Musikboxen und vieles mehr wurde mit ihrem Konto gekauft. Der Gesamtwert der Artikel lag bei mehreren Tausend Euro. 

Unbefugter Zugriff aufs Konto

Wie sich herausstellte, hatte ein Unbefugter Zugriff auf ihr Konto genommen, das Passwort geändert und fleißig bestellt. Am Abend schaute die 62-Jährige in ihre E-Mails und stellte die zahlreichen Käufe fest. Sie stornierte alle Käufe und informierte Verkäufer, das Online-Auktionshaus, ihren Zahlungsdienstleister und den Mailanbieter. Am nächsten Tag erstattete sie Anzeige bei der Polizei.

Aus diesem Anlass möchte die Polizei auf die Gefahren des Internets aufmerksam machen: "Der Online-Handel wird immer beliebter. Fast jeder Internet-Nutzer shoppt online. Doch Nutzer sollten es sich nicht allzu bequem machen. Fake-Shops schießen wie Pilze aus dem Boden. Es gibt jede Menge gefälschte und gestohlene Ware. Mancher angebliche Shop ist auch auf die Daten der Kunden aus."

Misstrauen ist wichtig

Die Polizei gibt Tipps zum richtigen Verhalten: 

  • Verschiedene Kennwörter für unterschiedliche Dienste nutzen. Sichere Kennworte bestehen aus Klein- und Großbuchstaben, Zahlen und Sonderzeichen. Je länger, desto besser. 
  • Misstrauisch werden bei extrem günstigen Preisen. Vorsicht bei Internet-Adressen mit doppelter Domain  wie zum Beispiel "...com.de".
  • Vorsicht auch bei fehlendem Impressum oder einem Impressum ohne Nennung eines Vertretungsberechtigten, E-Mail-Adresse oder Verweis auf Handelsregister-Eintrag. Erfundene Gütesiegel identifizieren. Echte Siegel sind mit Links zu den Anbietern versehen. 
  • Keine unsichere Zahlungsweisen akzeptieren. Wer ganz sicher gehen will, der bezahlt auf Rechnung. Im Betrugsfall: Lastschriften können mehrere Wochen nach dem Kauf rückgängig gemacht werden. Bei Überweisungen sofort bei der Bank anfragen. Alle Belege sammeln oder sogar Screenshots anfertigen. Unterlagen bei einer Beratungsstelle der Verbraucherzentrale prüfen lassen. Alle Passworte ändern. Anzeige erstatten.

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