Frankfurter Straße in Halver wird nach Deutschland-Sieg zur Feiermeile

Nach dem Schlusspfiff kannte die Freude gestern Abend auch in Halver keine Grenzen.

HALVER - Kurz nach dem Schlusspfiff kannte die Freude Sonntagabend auch in Halver keine Grenzen. Fieberten zuvor lediglich rund 100 Anhänger vor dem Großbildschirm zwischen der Eisdiele und der Commerzbank mit, füllte sich dann innerhalb weniger Minuten die Innenstadt von Halver mit hunderten von Deutschland-Fans.

Ein Autokorso, der sich von der alten Post bis zum „Alten Markt“ zog, wurde dabei mit Vuvuzelas, Fangesängen und einem schwarz-rot-goldenen Fahnenmeer begrüßt. Immer wieder hielten die feiernden Fans die Wagen an und stimmten zum „Humba“ an. Die Polizeibeamten konnten sich das Spektakel in aller Ruhe aus der Entfernung im Streifenwagen sitzend ansehen.

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WM-Achtelfinale in Halver

Im Gegensatz zum letzten Gruppenspiel der DFB-Elf gegen Ghana wichen gestern beim Spiel gegen England viele Halveraner von der Großbildleinwand am „Alten Markt“ zu anderen Angeboten aus. Grund war die starke Sonneneinstrahlung, die sich negativ auf die Übertragungsqualität auswirkte. Zwar hatten die Organisatoren um René Henkel einen stärkeren Beamer aufgestellt, doch erwies sich dieser trotz Plastikplanen um den Bildschirm als zu schwach. Ob es beim Viertelfinal-Spiel am Samstagnachmittag gegen Argentinien ein erneutes Public Viewing geben wird, konnte Henkel noch nicht sagen.

Ein volles Haus verzeichnete der CVJM. Knapp 120 überwiegend junge Deutschland-Anhänger füllten den Saal. Das Motto lautete hier: „Man will ja nicht atmen, sondern gucken.“ Denn die Bildqualität war gut, doch die Luft schlecht. Zumindest die Stimmung war ab dem 1:0 prächtig, als es hieß: „Einer geht noch, einer geht noch rein.“

Ähnlich verhielt es sich auf der Karlshöhe, wo im Vereinsheim des FC Phoenix knapp 80 Halveraner gemeinsam mitfieberten. Bereits nach der 34. Minute, als die deutsche Mannschaft 2:0 führte, erschallte der Ruf: „Ihr könnt nach Hause fahren.“ Als dann nicht nur das 2:1 fiel, sondern auch noch das „Wembley-Tor“, ging das Zittern wieder los – was zum Schluss des Spiels aber nicht mehr erforderlich war.

Auch auf dem Kreisch wurde gejubelt. Hierhin waren einige Fans aus der Innenstadt gefahren. Insgesamt kamen etwa 150 Anhänger. 

Marco Fraune

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