Formation „Gregorianika“ bietet mystische Klänge

Mystisch: Die Formation „Gregorianika“ überzeugte am Sonntag vor rund 230 Gästen in der Kirche „Christus-König“. ▪ Domke

HALVER ▪ Meditative Gesänge umhüllten am Sonntagabend die katholische Kirche der Gemeinde „Christus-König“. Die Gesangsformation „Gregorianika“ war zu Gast im Gotteshaus – und begeisterte die rund 230 Besucher mit mystischen Klängen.

In ihren grauen Kutten wirkten die sieben Sänger geheimnisvoll und versprühten einen Hauch von Mittelalter im mit Kerzenschein beleuchteten Kirchenschiff. A-Capella-Gesänge aus dem 15. Jahrhundert entführten die Besucher in längst vergangene Zeiten und schafften zugleich Raum, die Gedanken schweifen zu lassen.

Die glasklaren Stimmen und das breite Klangspektrum der Sänger waren Garantie für eine Gänsehaut. Die Zuhörer erlebten präzisen Satzgesang und Solo-Darbietungen kombiniert mit einer souveränen Rhythmik. Und ihre Professionalität spricht für die sieben Musiker: Bereits sechs Alben haben die Sänger um Dirigent und Bariton Oleksiy Semenchuk veröffentlicht. Die neo-gregorianischen Titel stammen zum größten Teil aus der Feder der Musiker. Doch auch bewährte ältere sowie neue Stücke werden von den Sängern übernommen und zum Teil neu arrangiert. Einen überraschenden Bruch im Klangbild gab es dennoch nicht: Der Chor blieb sich sowohl bei klassischen als auch bei modernen Liedern treu, überzeugte mit der für ihn typischen tiefen Stimmlage, die für eine besonders mystische Atmosphäre sorgte. Dem Publikum der Christus-König-Kirche gefiel die außergewöhnliche Gesangsformation offensichtlich sehr gut und so belohnten sie die Sänger mit tosendem Applaus.

„Mit der Resonanz sind wir sehr zufrieden“, freute sich denn auch Aldona Weis von der Stadt nach der Veranstaltung über das gefüllte Gotteshaus an der Hermann-Köhler-Straße. Nach Angaben der Veranstalter wollten mehr als 230 Menschen den Auftritt von „Gregorianika“ nicht verpassen. „Es sind derzeit viele solcher Gruppen unterwegs. Umso schöner, dass unsere Veranstaltung so viele Besucher angelockt hat.“ ▪ Friederike Domke

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das Login-Formular anmelden.
Netiquette
Hinweis: Kommentieren Sie fair und sachlich! Rassistische, pornografische, menschenverachtende, beleidigende oder gegen die guten Sitten verstoßende Äußerungen sind verboten und werden gelöscht.

Kommentare