Überraschende Entwicklung an der Susannenhöhe

In dieser Form offenbar hinfällig: Die östliche Grenze des Baugebiets soll sich gen Westen verschieben.

HALVER - Der Druck auf Politik und Verwaltung in Sachen „Gewerbegebiet Susannenhöhe“ wächst - und er führte am Mittwoch zu einer überraschenden Entwicklung bei der Festsetzung der Baugebietsgrenzen.

In der Sitzung des Hauptausschusses räumten Bürgermeister Dr. Bernd Eicker und Kämmerer Markus Tempelmann ein, dass die östliche Grenze des Areals aufgrund eines Missverständnisses vor sieben Jahren falsch gezogen wurde. Dabei handelt es sich um ausgerechnet jene Grenze, die bei Anwohnern und Naturschützern auf große Kritik stößt. Die positive Nachricht für sie: Die Grenze soll nun doch nicht so nahe an der Ortschaft Heesfeld liegen, wie zunächst gedacht.

„Der Verwaltungsmitarbeiter hat nach bestem Wissen und Gewissen geplant“, betonte Eicker im Ausschuss. Der Fehler im System schlich sich nach Aussagen von Kämmerer Tempelmann während der Ratssitzung am 12. Februar 2007 ein: Damals hätten die Fraktionen sich dafür ausgesprochen, die nördliche Verlängerung des Weges nach Bochen (Linger Weg) als östliche Baugebietsgrenze zu berücksichtigen. Der folgende Ratsbeschluss sprach sich indes für einen Geltungsbereich aus, der identisch mit dem Gebietsentwicklungsplan (GEP) sein sollte - und der endet weiter östlich und damit näher an der Wohnbebauung. Nun will die Verwaltung dieses Missverhältnis aus Willensbekundung und Ratsbeschluss dazu nutzen, den Kritikern entgegenzukommen: Der ursprünglich geäußerte Wunsch der Fraktionen soll umgesetzt werden - offenbar auch aus Sorge vor einer Klage seitens des Bundes für Umwelt- und Naturschutz (BUND). In einem Gespräch mit dessen zweitem Vorsitzenden Klaus Brunsmeier sollen morgen die Wogen geglättet werden.

Abseits eines weiteren Streitpunkts - dem Regenrückhaltebecken - begrüßten die Fraktionen durchweg diese Entwicklung und äußerten die Hoffnung, dass der Rat am Montag dem Bebauungsplan zustimmen kann. Denn die Zeit drängt: Sollte dieser bis zum 30. Juni nicht vorliegen, ist die erhoffte Ansiedlung laut Kurt-Dietrich Neuhaus (CDU) mehr als gefährdet. - Frank Zacharias

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