Neubauprojekt wird konkreter

Förderung für neues Gerätehaus?

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Halver - Das Feuerwehrgerätehaus in Bommert hat keine Zukunft. Ein Neubau soll her, so der Plan. Dieser wird jetzt konkreter. Und auch eine Chance für eine Förderung besteht.

Baulich schlicht nicht ausreichend“, lautete das Urteil über das Feuerwehrgerätehaus in Bommert. In der Fortschreibung des Brandschutzbedarfsplans für die Stadt Halver wurden bereits 2018 gravierende Defizite benannt.

Dazu zählen zwei Stellplätze, die für Großfahrzeuge nicht ausreichend groß sind. Außerdem sind Abgassauganlage, Lagerflächen, Duschen, ein Büroraum und Alarmparkplatz schlicht nicht vorhanden.

Gravierende Mängel

Weiter bemängelt wurde, dass das Gerätehaus in einem relativ einwohnerschwachen und sehr dünn besiedelten Bereich läge, was auch Auswirkungen auf die Wohnortverteilung der ehrenamtlichen Kräfte habe. Der Plan: ein Neubau des Feuerwehrgerätehauses Bommert in Anschlag.

Ein Grundstück für das neue Gerätehaus in Anschlag gibt es offenbar bereits. Wie Thomas Gehring vom Bauamt der Stadt Halver jetzt mitteilte, habe die Stadt nun ein Grundstück vor Augen, nachdem mehrere gemeinsam mit der Feuerwehr in Betracht gezogen wurden. „Wir sind auf einem guten Weg.“ Der Erwerb des Grundstücks sei in Planung.

"Feuerwehrhäuser in Dörfern 2021"

Im Haushaltsplan sind für das neue Gerätehaus insgesamt rund 1,2 Millionen Euro veranschlagt. 120 000 Euro waren es bereits für 2019, 1,08 Millionen Euro für 2020. Immerhin rund ein Viertel der zu erwartenden Kosten könnten durch eine sich nun neu eröffnete Fördermaßnahme des Ministeriums für Heimat, Kommunales, Bau und Gleichstellung des Landes NRW decken.

Für das Förderjahr 2021 hat das Heimatministerium erstmals den Sonderaufruf „Feuerwehrhäuser in Dörfern 2021“ im Rahmen der „Dorferneuerung 2021“ gestartet. Für den Sonderaufruf stehen drei Millionen Euro zur Verfügung. Die Förderhöchstsumme beträgt 250 000 Euro.

Besonders viel sei das nicht. Aus dem Betrag könne man, sagt Thomas Gehring, ableiten, dass „nur wenige davon profitieren werden“. Trotzdem lässt die Stadt bei der Bezirksregierung Arnsberg prüfen, ob die Fördermaßnahme für Halver infrage kommt.

Interessant ist die Förderung für Orte und Ortsteile, die nicht mehr als 10 000 Einwohner haben. Halver selbst fällt also mit seinen rund 16 000 Einwohnern auf den ersten Blick aus den Kriterien heraus. Nimmt man jedoch Anschlag als Ortsteil in Betracht, sehen die Chancen wieder besser für eine Förderung aus.

Beratungsgespräch in Arnsberg

Trotzdem möchte Thomas Gehring „keine falschen Hoffnungen“ wecken. Um klarer zu sehen, hat der Fachbereichsleiter um ein Beratungsgespräch bei der Bezirksregierung in Arnsberg gebeten. Anfang März soll es stattfinden. 

„Gerade in den Dörfern mit bis zu 10 000 Einwohnern ist die ehrenamtliche Struktur der Feuerwehr unverzichtbares Element der Gefahrenabwehr“, heißt es in der Mitteilung des Ministeriums für Heimat, Kommunales, Bau und Gleichstellung.

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