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Förderung für Halver: Warmer Regen von Bund und Land

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Von: Florian Hesse

Hohenzollernpark, Ehrenmal
Der Bund unterstützt massiv die Sanierung des Hohenzollernparks. © Florian Hesse

Für drei größere Vorhaben in der nächsten Zeit sind Fördermittel von Bund beziehungsweise Land Nordrhein-Westfalen sicher beziehungsweise mehr als aussichtsreich. Insgesamt geht es um fast 700 000 Euro.

Halver - Nach der Sitzung des Haushaltsausschusses des Bundestags ist klar, dass die Stadt Halver mit ihrem Antrag zur Förderung der Sanierung des Hohenzollernparks Gehör findet. 198 145 Euro fließen von Bund nach Halver, wie bereits am Mittwochnachmittag die Bundestagsabgeordneten Dr. Matthias Heider (CDU) und Nezahat Baradari (SPD) zeitgleich verlautbarten.

Veranschlagt ist das Projekt mit Gesamtkosten von 210 000 Euro, sodass es fast komplett über die Bundesförderung abgewickelt werden könne, wie Bürgermeister Michael Brosch im Gespräch mit dem Allgemeinen Anzeiger sagt. „Sonderprogramm zur Anpassung urbaner und ländlicher Räume an den Klimawandel“ lautet der etwas sperrige Name des Bundesprogramms mit einem Gesamtvolumen von 100 Millionen Euro, von denen nun ein beträchtlicher Teil nach Halver fließt.

Hohenzollernpark
Auch der Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge unterstützte den Halveraner Antrag © Florian Hesse

Dass es Handlungsbedarf am Park gibt, ist nichts Neues. Er ist nicht barrierefrei und in Teilen so weit versiegelt, dass die Wasserversorgung für die Bäume problematisch ist, die in den letzten drei Trockenjahren gelitten haben. Neue Wegeführungen, Entsiegelung und die weitgehend barrierefreie Herstellung können damit angegangen werden.

Und nicht zuletzt: Der Park ist nicht nur Versammlungsstätte am Volkstrauertag oder zu Fronleichnam, sondern hilft auch dem benachbarten CVJM als Veranstaltungsgelände im Freien bei größeren Projekten. Auch den Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge haben man um Unterstützung angeschrieben, so Brosch weiter, der zudem darauf hinweist, dass mit den zusätzlich entstehenden Wohnungen für Senioren, die die Wohnungsgesellschaft Halver-Schalksmühle zurzeit an der Von-Vincke-Straße errichtet, die Frequentierung der Anlage eher zunehmen werde.

250 000 Euro für das Gerätehaus

Zum Zuge an anderer Stelle kommt die Stadt noch bei zwei weiteren Positionen. Dabei ist es das Land NRW mit jeweils 250 000 Euro. Seit Wochenbeginn liegt der Förderbescheid über diesen Betrag für den Neubau des Löschzugs Bommert vor, der in Anschlag errichtet werden soll. Im Nachhinein habe es sich als absolut richtig herausgestellt, per Dringlichkeitsbeschluss vor der Jahreswende die Antragsfrist einhalten zu können. Die Chance, hier den Zuschlag einzuhalten, habe man zuvor nicht als besonders hoch eingeschätzt, freue sich jetzt aber über die Zuteilung – und zwar mit der Höchstsumme, die das Programm vorsieht. „Das ist herzlich willkommen“, sagt der Bürgermeister über diese Zusage, die zumindest einen Teil der Gesamtkosten von rund 2,8 Millionen Euro auffängt.

LBZ als „Dorfgemeinschaftshaus“

Fast ein bisschen skurril mutet der dritte Förderantrag an, der über das Dorferneuerungsprogramm zum Tragen kommt. Dabei geht es um das Lern- und Begegnungszentrum, das inzwischen zahlreichen Verbänden und Vereinen ein Zuhause bietet – von der Volkshochschule über die Musikschule bis zu Bürgerzentrum oder Kleiderkammer. Dabei geht es um die barrierefreie Erschließung mit einem Aufzug, weil Besuchern mit eingeschränkter Mobilität der Weg ins zweite Obergeschoss nur sehr bedingt oder gar nicht möglich ist. Auch hier sind es 250 000 Euro Förderung, die nach Halver fließen – nicht weil Halver ein Dorf ist, sondern das Lern- und Begegnungszentrum in der früheren Schule eine Art „Dorfgemeinschaftshaus“ darstellt. Denn rechne man Halver in seiner Größe der eigentlichen Kernstadt mit seinen vielen umliegenden größeren und kleineren Ortslagen von der Einwohnerzahl sauber heraus, liege der tatsächliche Innenstadtbereich eindeutig unter 10 000 Einwohnern. Das aber ist die Messgröße, an der sich das Dorferneuerungsprogramm als Obergrenze orientiert.

Die pragmatische Sicht des Fördergebers, hier der Bezirksregierung in Arnsberg, freut Brosch besonders. Dort stelle man sich die Frage, was im Programm denn inhaltlich gewollt und machbar sei und reagiere im Rahmen des Möglichen „ausgesprochen kommunalfreundlich“. Und an dieser Stelle sei es eben die Barrierefreiheit, die aus seiner Sicht für öffentliche Gebäude unabdingbar sei: „Da müssen wir alles machen, was im Rahmen unserer Leistungsfähigkeit machbar ist.“

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