Förderschule will sich verkleinern

Leiter Ralf Gensmann setzt auf integrativen Unterricht.

HALVER ▪ Die Schule an der Susannenhöhe setzt auf die Grundschulen und die Hauptschule als bevorzugten Förderort. „Klar ist, dass wir uns als Schule verkleinern werden“, erklärt Ralf Gensmann im Gespräch mit unserer Zeitung die damit verbundenen Folgen. Bereits zum nächsten Schuljahr würde die Zahl der Schüler voraussichtlich von 94 auf 90 sinken.

Das zwischenzeitlich verfolgte Ziel, die Förderschule in ein Kompetenzzentrum umzuwandeln (wir berichteten), muss vorerst ad acta gelegt werden, da das Land das entsprechende Pilotprojekt an anderen Schulen noch weiterführe, aber nicht ausweite, weiß der Halveraner Schulleiter.

Statt in der Förderschule die Kinder und Jugendlichen zu unterrichten, soll vorwiegend ein gemeinsamer Unterricht in den Grund- und der Hauptschule erfolgen. Diese Maxime verfolgen Gensmann und seine Kollegen nun mit Priorität. Denn: Die Schulsysteme Hauptschule und Grundschule würden um den Förderunterricht für bisherige Susannenhöhe-Schüler erweitert. In der Förderschule wollen sich die Pädagogen hingegen um diejenigen kümmern, die nicht am integrativen Unterricht teilnehmen können, wie Schüler mit autistischem Verhalten. Auch „einzelne Rückläufer“ habe es bereits aus den anderen Schulen gegeben, kann Gensmann auf erste Erfahrungen zurückgreifen. „Wir als Förderschule sind für die Spezialfälle zuständig. So versucht man, jedes Kind angemessen zu fördern. Das ist die Entwicklung.“ Und damit fahre man aktuell auch gut.

Obwohl sich die Schule an der Susannenhöhe damit im eigenen Schulgebäude auf die Kernarbeit konzentrieren will, macht sich der Leiter keine größeren Sorgen um den Bestand, der dann mit weniger Schülern ausgestatteten Einrichtung. „Die Schülerzahlen insgesamt sinken, doch die Schüler mit Förderbedarf werden mehr.“

Welche baulichen Auswirkungen die Ausrichtung haben wird, kann Gensmann noch nicht sagen. „Einen Ausbau mit neuen Räumen hätte ich gerne, doch ob wir das durchkriegen, ist die Frage.“ Der Arbeitskreis Schule befasse sich auch mit diesem Thema. Derzeit setze die Förderschule daher auf Kooperationen. So erfolgt der Physikunterricht nicht an der Susannenhöhe, sondern in der Ganztagsschule. ▪ Marco Fraune

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