Förderkreis Diakonie: Pollmann übernimmt Vorsitz

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Der neue Vorsitzende Dirk Pollmann (rechts) und sein Stellvertreter Paul-Adolf Turck.

Halver - Nach gut acht Jahren hat Rüdiger Bednarz sein Amt als Vorsitzender des Förderkreises Diakonie Halver-Schalksmühle niedergelegt.

Zu seinem Nachfolger bestimmten die Mitglieder im Rahmen ihrer Versammlung am Freitagabend Pfarrer Dirk Pollmann, der bisher das Amt des zweiten Vorsitzenden innehatte. Neuer zweiter Vorsitzender ist Paul-Adolf Turck. Der neugewählte Vorstand kündigte umfassende Satzungsänderungen an.

„Ich fühle mich der Diakoniestation sehr verbunden, denn ich habe dort meinen Zivildienst absolviert“, sagte Pollmann, seit 14 Jahren Pfarrer der Evangelischen Kirchengemeinde Schalksmühle-Dahlerbrück. Der 49-Jährige ist verheiratet, hat zwei Kinder und arbeitet bereits seit sechs Jahren im Vorstand des Förderkreises mit. Rüdiger Bednarz zeigte sich „beruhigt, mein Amt in so gute Hände übergeben zu können“.

Auch Paul-Adolf Turck, der neu in den Vorstand nachrückte, sprach von seiner engen Verbindung zur Diakoniestation: „Ich kenne sie seit der Gründung. Mein Großvater war eine der ersten Personen, die von Mitarbeitern der Diakoniestation gepflegt wurden. Damals gab es noch keine Pflegeversicherung, die Kosten wurden vollständig vom Förderkreis übernommen.“ Der gebürtige Halveraner ist 65 Jahre alt, war stellvertretender Schulleiter des Getrud-Bäumer-Berufskollegs und ist inzwischen im Ruhestand. Er engagiert sich seit vielen Jahren ehrenamtlich, unter anderem in der Freien evangelischen Gemeinde Halver sowie in der heimischen UWG.

Bednarz verwies in seinem Bericht zu Beginn der Mitgliederversammlung auf einschneidende Veränderungen, die das Pflegestärkungsgesetz auch für die Arbeit des Diakonie-Förderkreises mit sich bringe. Durch die Umstellung von drei Pflegestufen auf fünf Pflegegrade „haben Personen, die gepflegt werden, jetzt mehr Geld zur Verfügung. Mehr Leistungen werden von den Pflegekassen übernommen“, erläuterte der scheidende Vorsitzende. Daher seien immer weniger Pflegebedürftige auf Unterstützung durch den Förderkreis angewiesen.

Turck griff die von Bednarz geschilderten Veränderungen auf. Die Gründungssatzung aus dem Jahr 1981 „war absolut passend für die damalige Zeit. Jetzt muss sie dringend überdacht werden“, betonte Turck. Inzwischen gebe es neben der Diakonie viele weitere Anbieter ambulanter Pflege, darunter sowohl private als auch gemeinnützige Einrichtungen. Der Förderverein müsse deshalb diskutieren, sich zu öffnen und auch Klienten anderer Pflegedienste zu unterstützen.

Über die stabile finanzielle Lage des Vereins informierte Kassiererin Brigitte Willnat: Anfang 2015 verfügte der Verein über 153 000 Euro, Ende 2016 betrug der Kassenstand 151 599 Euro. Weniger erfreulich sei die Entwicklung der Mitgliederzahlen: Diese seien während der vergangenen zwei Jahre von 362 auf 302 zurückgegangen, neue Mitglieder seien deshalb immer willkommen.

In den erweiterten Vorstand wählte die Versammlung die neue Pflegedienstleiterin der Diakonie, Viktoria Lux, die für ihren Vorgänger Martin Strelau nachrückte. Die Katholische Pfarrei Christus König vertritt im erweiterten Förderkreis-Vorstand Pastor Armin Rogge, für die Evangelische Kirchengemeinde Halver wurde Martin Pogorzelski gewählt.

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