Fördergeld für Halverscheid kann fließen

Düsseldorf hat sein Okay gegeben: Die Dorfflurbereinigung in Halverscheid kann starten. 2,8 Millionen Euro sind für die Gesamtmaßnahme im Gespräch.
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Düsseldorf hat sein Okay gegeben: Die Dorfflurbereinigung in Halverscheid kann starten. 2,8 Millionen Euro sind für die Gesamtmaßnahme im Gespräch.

Für Halverscheid geht´s voran. Es gibt eine Zusage: Die Dorfflurbereinigung darf eingeleitet werden.

Halver – Die Dorfflurbereinigung in Halverscheid hat in der vergangenen Woche eine wichtige Hürde genommen. Es gibt jetzt die Zusage, dass das Verfahren eingeleitet werden darf. Konkrete Fördersummen würden darin noch nicht benannt, aber es bestehe mithin die Aussicht, dass man tatsächlich im Rahmen der beantragten Summe landen könnte, sagte jetzt im Gespräch mit dem Allgemeinen Anzeiger Dieter Neubauer, bei dem die Fäden im Bauamt zusammenlaufen.

2,8 Millionen Euro sind für die Gesamtmaßnahme im Gespräch, rund 2,25 Millionen Euro sollten im Erfolgsfall als Fördermittel fließen. Der Rest verbliebe als Eigenanteil bei der Stadt. Die Annahme, dass nun über Nacht die Bagger rollen und die Straßen in Halverscheid instandsetzen, dass Zufahrten entsiegelt und Fassaden neu gestaltet werden, sei allerdings zu optimistisch, warnt Bürgermeister Michael Brosch: „Wir sprechen hier über ein mehrjähriges Verfahren.“ Und auch Neubauer mahnt zur Vorsicht. Aus dem Programm jetzt Ansprüche ableiten zu wollen, könne fatal sein. „Vorzeitiger Maßnahmenbeginn“, heißt das fachlich korrekt, und der ist „förderschädlich“. Zu deutsch: Dann gibt es nichts. Bis zum Abschluss rechnet er mit rund fünf Jahren einschließlich der baulichen Maßnahmen.

Federführend beim Verfahren ist ohnehin nicht die Stadt Halver, sondern die Bezirksregierung in Arnsberg, die das Halverscheid-Projekt mit Wohlwollen, Aufmerksamkeit und persönlicher Präsenz begleite, wie Brosch und Neubauer übereinstimmend feststellen. In den kommenden Monaten werde es darum gehen, die Träger öffentlicher Belange zu beteiligen, deren Anregungen und mögliche Bedenken in die weitere Planung aufzunehmen. Und nach den Sommerferien – natürlich abhängig von der Coronalage – könnte es eine weitere Bürgerversammlung geben.

„Wir sind exakt im Zeitplan“, sagt Neubauer. Und wenn es weiter läuft wie in den vergangenen Monaten, sei die offizielle Einleitung der Dorfflurbereinigung zum Jahresende denkbar. Das wäre der Startschuss und der Ausgangspunkt für die konkreteren Überlegungen.

Denn für das Vorhaben gibt es nicht einen einzelnen Fördertopf. Wenn es beispielsweise um Straßen und Wege geht, kämen Mittel aus der Flurbereinigung in Betracht, gestalterische Maßnahmen von Privatleuten könnten aus dem Dorferneuerungsprogramm bezuschusst werden, andere aus dem Programm Leader. Und je nach Einzelmaßnahme fällt auch die Förderhöhe unterschiedlich aus. Für die Fassadengestaltung könnte ein Zuschuss von 35 Prozent in Aussicht stehen, bei Wegebauprojekten hingegen von 80 Prozent, skizziert Neubauer die innere Differenzierung bei der Finanzierung.

Immerhin: Zurzeit ist es erklärte Absicht in Politik und Verwaltung, den Eigenanteil bei den Wegebauprojekten von 20 Prozent zu übernehmen, um die teils desolaten Straßen wieder herzustellen. „Die Chance bekommen wir vermutlich nie wieder“, sagt Brosch dazu. Das gilt übrigens auch für die zerfahrene, schmale Verbindung ins Hälvertal, die im Paket gelistet ist. Die neuen Glasfaserkabel, die nach Halverscheid gelegt worden sind, wurden bereits so eingebaut, dass man sie nicht aufgrund des Straßenbaus in wenigen Jahren neu legen muss. „Das wird eine ganz tolle Geschichte“, sagt Neubauer über das Projekt im Dorf Halverscheid, das Brosch „ein Musterbeispiel für gute Dorfgemeinschaften rund um Halver“ nennt. Und vielleicht, das ist Neubauers Hoffnung, könnte es auch Signalwirkung auf andere Ortsteile entfalten

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