Förderbescheid für Aufzug im Lern- und Begegnungszentrum über 250 000 Euro

Schritt um Schritt barrierefreier

Aufzug für Barrierefreiheit: Mit dem Rathausanbau hat es vor Jahren begonnen, nun sind weitere Maßnahmen durch Förderungen möglich.
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Aufzug für Barrierefreiheit: Mit dem Rathausanbau hat es vor Jahren begonnen, nun sind weitere Maßnahmen durch Förderungen möglich.

Schritt um Schritt wird Halver barrierefreier. Der nächste Schritt lag in der vergangenen Woche sozusagen im Briefkasten: Ein Förderbescheid aus dem Heimatministerium in Höhe von 250 000 Euro. Damit wird das Lern- und Begegnungszentrum durchgängig auch für Menschen mit Behinderungen zugänglich.

Halver - „Ich freue mich riesig über den Zuwendungsbescheid“, sagt Bürgermeister Michael Brosch. Wo es irgend leistbar sei für die Stadt, müssten öffentliche Gebäude barrierefrei erreichbar sein oder noch gemacht werden. Dieses Ziel werde er auch weiter vertreten und dafür um Unterstützung in den Fraktionen werben.

Geldgeber für den Aufzug, der unter anderem die Räumlichkeiten der Musikschule und der Volkshochschule im zweiten Obergeschoss erschließt, ist kurioserweise das Dorferneuerungsprogramm, das das Heimatministerium des Landes Nordrhein-Westfalen aufgelegt hat. Eigentlich greift es tatsächlich für Dörfer, und zwar bis zu 10 000 Einwohnern. Halver fällt insofern unter dieses Kriterium, wenn man die Ortslagen im Außenbereich herausrechnet. Dann wird die Kernstadt mit unter 10 000 Einwohnern zum „Dorf“ und das Lern- und Begegnungszentrum übernimmt die Funktion des Gemeinschaftshauses.

Doch auch an anderen Stellen wird der Zugang für Bürger mit Einschränkungen leichter. Ebenfalls aus dem Dorferneuerungsprogramm und ebenfalls mit der maximalen Höhe von 250 000 Euro wird das neue Feuerwehrgerätehaus des Löschzuges Bommert in Anschlag gefördert. Und auch hier gehts barrierefrei rein und raus. Bei einem Fördertopf von 28,5 Millionen Euro landesweit ist Halver dann mit zwei Projekten unter insgesamt 344 Ideen dabei.

Dorferneuerungsprogramm

Nachdem erhebliche Landesmittel bereits vor Jahren im Rahmen der ersten Regionale in den Rathausanbau wie auch die Villa Wippermann mitsamt Aufzug geflossen sind, ist Brosch zuversichtlich, dass auch das nächste große Vorhaben zum Tragen kommt. Dabei geht es um die Busbahnhöfe an der Sparkasse und am Schulzentrum, die grundsaniert und insbesondere eben barrierefrei gestaltet werden sollen und müssen. Mit rund 2 Millionen Euro handelt es sich hier um noch deutlich höhere Beträge. In Aussicht steht eine 90-prozentige Förderung. Der Antrag sei inzwischen weiter überarbeitet worden. Er sei zuversichtlich, dass auch an dieser Stelle grünes Licht aus Düsseldorf kommt, sagt der Bürgermeister.

Barrierefrei ohne Fördergelder geht es übrigens in kommunaler Regie auch: Der Neubau des Kindergartens der Arbeiterwohlfahrt am Schulzentrum wird ebenfalls durchgängig erreichbar sein für Menschen mit Behinderungen. Und das ermöglicht Kindern, die die neue sonderpädagogische Gruppe besuchen werden, die Teilhabe am normalen Kindergartenbetrieb. Sie sollen nach Fertigstellung und Umzug – voraussichtlich etwa Mitte September – in den normalen Kita-Betrieb in den Gruppen integriert werden.

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