Flurbereinigung im MK: Fast 100 Eigentümer sollen ihre Grundstücke neu sortieren

Projektleiter Daniel Reemann und Markus Knebel, Dezernent für Flurbereinigung (v.l.), beide von der Bezirksregierung in Arnsberg, informierten über das Projekt und stellten sich den Fragen der Anwohner. Halverscheid
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Projektleiter Daniel Reemann und Markus Knebel, Dezernent für Flurbereinigung (v.l.), beide von der Bezirksregierung in Arnsberg, informierten über das Projekt und stellten sich den Fragen der Anwohner. Halverscheid

Das anstehende Flurbereinigungsverfahren in und um Halverscheid war am Donnerstag Anlass einer Aufklärungsversammlung für die von der Maßnahme betroffenen Bürger auf dem Hof Schiller.

Halver – Als Referenten und Adressaten für Fragen waren Projektleiter Daniel Reemann sowie der Dezernent für Flurbereinigung, Markus Knebel, von der Bezirksregierung Arnsberg zu Gast. Darüber hinaus war Bürgermeister Michael Brosch anwesend, der die Veranstaltung überwiegend als Zuhörer begleitete.

Eine Dorfentwicklung in Halverscheid hatte die Stadt Halver bereits im Jahr 2019 angeregt, eine erste umfassende Bürgerinfo fand im August 2020 statt. Inzwischen liegen alle Genehmigungen zur Einleitung inklusive Mittelzusage von insgesamt 2,8 Millionen Euro – davon 2,3 Millionen Fördermittel – vor. Insgesamt betrifft die Maßnahme ein Gebiet von 190 Hektar, rund 90 Teilnehmer – ohne die Berücksichtigung von Erbengemeinschaften – sind von der Maßnahme tangiert.

Grundsätzlich geht es bei einer Flurbereinigungsmaßnahme nicht nur um eine für Grundbesitzer sinnvolle und effektive Neustrukturierung ihres Grundbesitzes, bei dem zum Beispiel verschiedene Kleinflächen eines Grundbesitzers zu einer zusammenhängenden Fläche zusammengelegt werden können. Insgesamt stehen vier Ziele im Vordergrund: eine positive Dorfentwicklung, die Verbesserung der Infrastruktur, die Verbesserung der Agrarstrukturen sowie die Verbesserung des Erholungswertes im Dorf und der Umgebung.

Vonseiten der Anwohner wurde in diesem Zusammenhang teilweise Kritik laut an dem Umstand, dass sich die geplanten Flurbereinigungsmaßnahmen nicht nur auf den Ort Halverscheid beziehen, dessen Umstrukturierung die meisten Dorfbewohner befürworten, sondern auch auf großflächige Bereiche rund um den Ort mit ortsnahen oder dem Ort zugehörigen Land- und Forstwirtschaftlichen Flächen. Hier mokierten einige Anwohner, dass von der Einbeziehung dieser Flächen zunächst nicht die Rede gewesen und die Ausweitung der Flurbereinigungsmaßnahmen mutmaßlich über die Köpfe der Anwohner hinweg entschieden worden sei.

Es wurden Befürchtungen geäußert, dass immer mehr Verkehr durch den Ort geleitet wird und sich zudem der Naherholungstourismus in und um Halverscheid in einem Maße ausweiten könnte, der für den Ort und die Umgebung ungünstig sei.

Dies bestritten die beiden Referenten und wiesen darauf hin, dass die Einbeziehung der Außenflächen auch wichtig für das Dorf sei, unter anderem mit Blick auf die Verbesserung der umliegenden Infrastruktur, von der auch die Dorfbewohner profitieren. Auch Befürchtungen, bei der Umstrukturierung und dem Tausch von Flächen könnten Bürger benachteiligt werden – etwa wenn ein Fichtenbestand gegen eine Fläche mit Bäumen von höherem Wert getauscht werden –, entkräfteten die Referenten. „Natürlich wird hier eine ausführliche Bewertung der Flächen vorgenommen, um Ungerechtigkeiten auszuschließen“, erklärte dazu Daniel Reemann.

Die komplette Flurbereinigungsmaßnahme wird sich über einen Zeitraum von zehn Jahren erstrecken, wobei der Beginn der vorzunehmenden Arbeiten deutlich früher angesetzt ist. So starten gemäß der beiden Referenten die Bau- und Gestal

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