Besuch aus Israel völlig ungewiss

+
Ob am 17. August die Tanzgruppe aus Pardess Hanna-Kakur in der AFG-Aula auftritt, ist noch völlig ungewiss.

Halver - „Bis Dienstag haben wir nur über das Programm gesprochen“, erzählt Andrea Reich von ihrem fast täglichen Kontakt zu den Freunden in Pardess Hanna-Kakur. Doch nachdem dann der Flughafen in Tel Aviv aufgrund der Raketenangriffe der Hamas gesperrt worden war, hängen sie und Beate Turck sozusagen in der Luft: „Wir können nicht sagen, ob sie kommen!“

Gemeint sind damit die jungen Tänzerinnen und Tänzer der Gruppe „Hora Aviv Pardess Hanna-Kakur“, die regelmäßig alle zwei Jahre nach Halver kommen, während Jugendliche aus der Stadt im Grünen in den Jahren dazwischen diesen Besuch erwidern. So sollte die Gruppe aus Israel eigentlich am Donnerstag, 7. August, mit einer Maschine der „Air Berlin“ in Düsseldorf landen.

Das sei nun höchst fraglich, denn die deutsche Fluggesellschaft fliegt Tel Aviv derzeit nicht an. Ob sich das in den nächsten zwölf Tagen ändern wird, ist ebenso unbekannt wie die Frage, ob noch auf eine andere Fluggesellschaft umgebucht werden kann - beispielsweise auf die israelische El Al, die vermehrt Maschinen einsetzen würde, um auch festsitzende Touristen nach Hause zu bringen.

Natürlich gehe auch die kriegerische Auseinandersetzung zwischen den Israelis und den Palästinensern im Gaza-Streifen nicht spurlos an Pardess Hanna-Kakur vorüber, auch wenn es rund 60 Kilometer nördlich von der Hauptstadt liegt. Drei Mal habe es auch dort schon Raketen-Alarm gegeben, weiß Reich zu berichten.

Sie steht nicht nur zur neuen Managerin der Tanzgruppe, Gazit Yardem-Sela, sondern ebenfalls zu ihrem Vorgänger Yoni Hakimi - den eine Reihe von Halveranern kennen dürften - in regelmäßigem Kontakt. „Mir geht es gut. Ich bin noch nicht rekrutiert worden“, mit diesen Worten würden sich die Freunde aus Israel am Telefon melden. Wenn die Israelis aber eine Möglichkeit zum Flug nach Deutschland bekommen würden, da sind sich Beate Turck und Andrea Reich sicher, „dann ziehen die das auch durch!“

Bislang können die beiden den Gastfamilien und den Jugendlichen, die im vergangenen Jahr in Israel waren, nur mitteilen, dass sie nicht wissen, ob die Freunde aus Pardess Hanna-Kakur kommen werden. Falls nicht, werden sich noch andere Probleme auftun: Busse und Unterkünfte für die Fahrten nach Köln, Bielefeld (mit Konzert), Hamburg, KZ Neuengamme, Stukenbrock und zum Dreiländereck bei Aachen sind natürlich gebucht. Reich und Turck hoffen, möglichst wenig Storno-Kosten aufbringen zu müssen. Denn ob es eine Förderung dafür vom Bund gibt, ist höchst fraglich.

Von Det Ruthmann

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das Login-Formular anmelden.


Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.

Netiquette
Hinweis: Kommentieren Sie fair und sachlich! Rassistische, pornografische, menschenverachtende, beleidigende oder gegen die guten Sitten verstoßende Äußerungen sind verboten und werden gelöscht.

Kommentare