Air-Berlin-Pleite lässt Israel-Freizeit platzen

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Halver - Die für die Herbstferien geplante Israel-Freizeit für Jugendliche und junge Erwachsene aus Halver ist abgesagt. Die Pleite des Flugunternehmens Air Berlin führt dazu, dass nur Flüge innerhalb der EU fest zugesagt sind. Andere Langstreckenflüge werden ab dem 15. Oktober eingestellt.

Weder Hin- noch Rückflug der 15-köpfigen Gruppe aus Halver seien damit sichergestellt gewesen, sagte erkennbar frustriert Initiatorin Andrea Reich. Am Dienstag habe die letzte Möglichkeit bestanden, die Flüge kostenfrei zu stornieren. 

Ärgerlich ist zudem, dass die Flüge bereits im Dezember 2016 gebucht worden waren, um die Kosten zu reduzieren. Eine Umbuchung jetzt hätte jeden Kostenrahmen gesprengt. Die geleistete Anzahlung von 2500 Euro hat Andrea Reich allerdings abgeschrieben. „Das geht wohl in der Insolvenzmasse unter.“ Aller Voraussicht nach werde aber eine Lösung gefunden, mit der die angemeldeten Teilnehmer nicht belastet werden. Die Gruppe sei über die Entscheidung umgehend informiert worden. 

Den Austausch mit Israel gibt es seit 1991. Eine offizielle Partnerschaft besteht zwar nicht, aber eine intensive Freundschaft zur Folkloretanzgruppe Hora Aviv Pardess Hanna Karkur in Israel. 

Noch im Sommer 2016 war eine 18-köpfige israelische Jugendgruppe zu Besuch in Halver. Ausflüge unter anderem nach Köln, Bonn, Berlin und ins Phantasialand standen auf dem Programm. Die Gruppe war in Gastfamilien untergebracht. Das wäre auch bei der Reise der Halveraner der Fall gewesen, die gemeinsam mit den israelischen Jugendlichen zahlreiche Ausflüge nach Jerusalem, Bethlehem, Tel Aviv und ans Tote Meer unternehmen wollten.

Vorfreude auf 2018 

Dass über die Insolvenz von Air Berlin die langjährige Freundschaft platzt, ist für Andrea Reich völlig ausgeschlossen. Sie plant bereits für den Sommer und den Herbst kommenden Jahres, denn das Projekt ist ihr ans Herz gewachsen, nachdem sie selbst als Jugendliche die Chance bekommen hatte, das Land kennenzulernen. Umso niedergeschlagener war sie nach eigenen Angaben, als sie die Flüge stornieren musste: „Ich hab’ da schon ein Tränchen verdrückt.“ 

Inzwischen verspürt sie aber wieder eine gewisse Vorfreude auf 2018 mit zwei Begegnungen. Im August kommen die Freunde aus Israel nach Halver. Und im Herbst wird die Freizeit in Israel mit einer Halveraner Gruppe nachgeholt.

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