Die Mahd

Fleißige Landwirte: Das Wetter spielt (noch) mit

Heuballen liegen auf einem Feld in Halver
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Erst der Regen, jetzt Sonne: Das optimale Wetter für einen guten Ertrag und eine gute Ernte. Halvers Landwrte sind in diesen Tagen auf den Feldern unterwegs. Bis es wieder regnet, muss alles erledigt sein. Die Bilanz des ersten Schnitts fällt sehr gut aus in diesem Jahr.

Die Landwirte sind momentan auf den Feldern unterwegs. Endlich. Denn eigentlich ist die Mahd Anfang Mai. Wie fällt der erste Schnitt dieses Jahr aus?

Halver – Ein „sehr, sehr guter erster Schnitt“. Das ist Uwe Schulzes Bilanz der Mahd, die bei den Landwirten derzeit auf Hochtouren läuft. Bis es wieder regnet, muss alles erledigt sein, sagt Schulze. Den Halveraner Landwirt und Lohnunternehmer erwischt man nut telefonisch – und nur auf dem Trecker. Seit Tagen sind die Maschinen auf den Feldern unterwegs. Normaleweise erfolgt der erste Schnitt Anfang Mai, jetzt ist es bereits Juni. Das liegt auch daran, dass Deutschland den kältesten Frühling seit 2013 erlebt hat. April und Mai waren deutlich zu kühl und zu trocken. Keine guten Bedingungen. Im Mai war noch nichts zu mähen, sagt Uwe Schulze.

Dafür werden die Landwirte jetzt belohnt. Viel Arbeit, aber auch viel Futterertrag. Seit drei Tagen presst Uwe Schulze Heuballen. Auf einem Feld eines Kunden hat er 500 Heuballen beim ersten Schnitt pressen können. Im vergangenen Jahr kamen bei allen Schnitten zusammen gerade einmal 540 Ballen zusammen. Zehn Ballen pro Hektar hat er zum Teil gepresst. Von einem Rekord beim ersten Schnitt wagt Schulze dennoch nur vorsichtig zu sprechen. Denn es ist erst der erste Schnitt. In vier bis sechs Wochen folgt der nächste. Ob es vielleicht einen Schnitt weniger geben könnte, ist noch unklar.

Das Jahr ist noch lang

Und auch hinter der Maisernte prangt noch ein großes Fragezeichen. Eine gesamte Bilanz könne man erst ziehen, wenn das Jahr vorbei ist. Sollte es aber so weitergehen, das Wetter also genügend Niederschlag abgeben und die Temperaturen passen, müssten die Landwirte eventuell kein Futter für ihr Vieh dazu kaufen wie 2020. „Vielleicht können wir sogar etwas verkaufen.“ Das ist vor allem mit Blick auf die Milchpreise wünschenswert, gibt der Halveraner zu bedenken. „Die Preise sind im Keller.“ Stabile oder leicht steigende Milchpreise auf dem Niveau von 33/34 Cent reichen angesichts der Situation der Landwirte nicht mehr aus (» Kasten). Nicht so viel Ertrag verzeichnen derzeit nur die Bio-Bauern. Sie sind vom Klee als Dünger abhängig, der Stickstoff in den Böden bringt. Unter der Trockenheit haben die Pflanzen jedoch gelitten.

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