Fitness im alten Sparkassengebäude

Im Gespräch: Das Erd- und Untergeschoss des alten Sparkassengebäudes stehen kurz vor der Vermietung.

HALVER ▪ Noch wirken die Schaufenster trist. Doch teils zeichnet sich schon jetzt ab, dass bald wieder mehr Leben an der Frankfurter Straße und Bahnhofstraße einkehrt. Besonders für die Sparkasse als Vermieter könnten die nächsten Wochen das Ende der Suche nach einer Nachnutzung von gleich zwei Immobilien bedeuten. Eine Vermietung von 1000 Quadratmetern im alten Sparkassengebäude steht kurz bevor.

Nach AA-Informationen zeichnet sich zudem ein Verkauf des alten Postgebäudes ab. Einen Leerstand weniger wird es zudem im Herzen der Stadt geben, wo ein kleines Ladenlokal neben dem „Alter Markt“ künftig als Ausstellungs- und Beratungsraum genutzt wird.

Noch ist der Mietvertrag für das Erd- und Untergeschoss im alten Sparkassengebäude nicht unterschrieben. Doch die Verhandlungen nähern sich einem erfolgreichen Ende, wie Sparkassen-Marketingleiter Thomas Meermann bestätigt. „Die Chancen sind verhältnismäßig groß.“ Woran die künftige Nutzung der 1000 Quadratmeter noch scheitern könnte, weiß der potenzielle Mieter, das Fitnessstudio „Aktivital“. Sprecher Helmut Wunderlich erklärt, dass man sich zwar mit der Sparkasse seit längerem einig sei, doch noch das Problem bestünde, aus dem bisherigen Mietvertrag herauszukommen. „Das Ganze müssen wir wohl gerichtlich klären lassen.“ Ursprünglich sollte die Erweiterung von 715 Quadratmetern an der Kirchstraße auf die 1000 Quadratmeter an der Ecke Bahnhofstraße/ Frankfurter Straße schon Ende 2009 erfolgen, doch sei dies aufgrund des bestehenden Mietvertrages nicht möglich gewesen, weiß Wunderlich. Wann der Umzug des Fitness-Studios nun erfolgt, ist noch unklar. „Erst ist Rechtssicherheit erforderlich.“ Er hoffe, dass spätestens im nächsten Monat Klarheit herrsche.

Von heute auf morgen kann der neue Mieter aber auch aus anderen Gründen nicht einziehen. So hat die Sparkasse als Vermieter ein halbes Jahr für einen Umbau angegeben. Ziel ist daher, den Fitness-Betrieb im Frühjahr nächsten Jahres im alten Sparkassengebäude aufzunehmen. Wunderlich: „Im schlimmsten Fall würden wir erst im Sommer 2012 starten.“

Das Konzept steht aber schon jetzt: „Wir wollen ein sehr attraktives Angebot für Halver bieten.“ Längere Öffnungszeiten und ein breit gefächertes Angebot, das mehr in Richtung Gesundheitsvorsorge zielt, sind zwei Neuerungen. Damit will Aktivital zugleich ein Anziehungspunkt für die Stadt sein und auch ein bisschen mehr Betrieb in der Innenstadt ermöglichen. Dabei trete man künftig gemeinsam mit der Physiotherapie-Praxis Aktimo, die im ersten Geschoss ihre Räume hat, auf. „Wir wollen ein Gesundheitszentrum für Halver sein und aktiv zusammenarbeiten sowie zusammen auftreten.“

Für das gegenüberliegende Gebäude zeichnet sich ebenfalls eine Nachnutzung ab, wie der Sparkassensprecher erklärt. Es gebe einen Interessenten, doch Verhandlungen stünden noch aus. „Noch ist nichts spruchreif.“ Es gebe aber das Bestreben, die ganze Immobilie zu vermieten beziehungsweise zu verkaufen. Ein Knackpunkt, den es dabei aber noch gibt, ist ein bestehender Mietvertrag mit dem Zeitungshaus mit Hauptsitz in Essen. Meermann: „Das ist einer der Gründe, warum wir noch nicht so optimale Erfolgsaussichten haben wie im anderen Fall“, also im alten Sparkassengebäude. Nach AA-Informationen ist man aber auch von Seiten des Mieters bestrebt, eine geringere Fläche als bislang anzumieten. Bereits seit längerer Zeit wirbt die Sparkasse hier für jeden Interessenten sichtbar. „Geschäftshaus zu verkaufen“. Die Flächen betragen demnach 46, 189 und 223 Quadratmeter.

Bereits in trockenen Tüchern ist hingegen die Vermietung einer kleinen Ladenfläche am „Alter Markt“. Hier werden der Inhaber der Firma Fischer-Technik, Thomas Fischer, und Heinz-Peter Wettlaufer von „Wequ“, Rollladen und Sonnenschutztechnik, einen Ausstellungsraum einrichten. Beide öffnen aber nicht zu den üblichen Geschäftszeiten, sondern nach Bedarf, erklären die Inhaber. Dabei verfolgen beide unabhängig voneinander ihre Geschäftsinteressen. Soll heißen: Fischer will öfters unter der Woche öffnen, Wettlaufer setzt auf die Abende oder auch samstags als Vorführmöglichkeit. Fischer: „Weniger Leerstand ist ein positiver Nebeneffekt. Doch in erster Linie denkt man an seine Firma.“ Offizieller Start ist der 1. September. Das Schaufenster füllt sich dann mit Leben. ▪ Marco Fraune

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