Firma Volkenrath GmbH & Co. stellt Insolvenzantrag

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Halver - Schlechte Nachrichten aus Schwenke: In einer Presseerklärung teilte die Volkenrath GmbH & Co. (Volco) mit, dass die Unternehmensführung am Montag einen Insolvenzantrag beim Amtsgericht in Hagen gestellt hat.

Von Friederike Domke

Als Grund nennt die Geschäftsführung um Bernd Volkenrath und seine Tochter Steffi Volkenrath Marktverschiebungen und strukturelle Veränderungen im Kerngeschäft des Unternehmens. Diese hätten zu Auftragseinbrüchen im zweistelligen Prozentbereich geführt.

„Der damit einhergehende Umsatzrückgang hätte in absehbarer Zeit zu Zahlungsunfähigkeit und Überschuldung geführt“, heißt es in der Pressemitteilung des Unternehmens. Die Geschäftsleitung habe sich deshalb nach umfassender Beratung entschlossen, „schon in einem frühen Stadium“ die Chance einer möglichen Sanierung im Rahmen eines Insolvenzverfahrens zu nutzen.

Trotz dieser Ereignisse laufe die Produktion bei Volco in vollem Umfang weiter, man könne sämtliche Kunden mit ihren Aufträgen ohne Unterbrechung weiter beliefern, betont die Geschäftsleitung und weiter: „Im Rahmen des Eröffnungsverfahrens sind bereits Gespräche mit potenziellen Investoren geplant.“ Zum vorläufigen Insolvenzverwalter wurde Rechtsanwalt Ernst Wiesner von der Herdecker Kanzlei Gottschalk-Wojtys-Wiesner bestellt.

Das familiengeführte Unternehmen besteht seit 132 Jahren und ist in fünfter Generation am Standort in Schwenke angesiedelt. Die Volkenrath GmbH & Co. ist auf die Herstellung von Elektroinstallationsmaterial, vorwiegend aus Duroplasten, spezialisiert und beschäftigt derzeit nach eigenen Aussagen 50 Mitarbeiter in Produktion und Verwaltung.

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