Feldpausch-Insolvenz: "Chance für Neuanfang"

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Antonios Samouilidis führt die Firma Feldpausch nach überstandener Insolvenz weiter.

Halver - Das Unternehmen stehe wieder auf gesunden Füßen, die Auslastung sei gut, alle Mitarbeiter seien noch an Bord und fürs nächste Jahr ist der Umzug in einen Neubau in Halver geplant: Die Firma Feldpausch blickt wieder positiv in die Zukunft.

Nachdem das Unternehmen Anfang des Jahres Insolvenz anmelden musste, gibt Inhaber Antonios Samouilidis nicht nur Entwarnung, sondern freut sich vor allem über die positive Entwicklung seines Unternehmens.

„Feldpausch war kaputt“, sagt der ehemalige Prokurist, „aber dank der Hilfe von Ämtern und Banken und nicht zuletzt den Mitarbeitern haben wir die Schwierigkeiten überwunden.“ Nach dem Tod des damaligen Gesellschafters sei die Firma in „schwieriges Fahrwasser geraten“, erinnert sich Samouilidis, der nicht nur das Familienunternehmen erbte, sondern mit ihm auch einen „unübersichtlichen Scherbenhaufen“. „Ich wollte den Betrieb unbedingt am Leben erhalten, aber das war letztlich nur durch eine Planinsolvenz möglich“, erklärt Samouilidis die damalige Entscheidung.

„Die Insolvenz war die Chance für einen gesunden Neuanfang. Und das Schöne war, dass alle Mitarbeiter an einem Strang gezogen und uns auch unsere Kunden und Lieferanten die Treue gehalten haben.“ Letztlich dauerte die Insolvenz drei Monate, der Betrieb lief während der gesamten Zeit weiter.

Doch auch wenn der Neuanfang geglückt ist und Feldpausch unter gleichem Namen auch weiterhin für automatisierte Sortier- und Zuführtechniken steht, so möchte Antonios Samouilidis, selbst seit 26 Jahren im Unternehmen tätig, einen weiteren Schlussstrich ziehen: „Wir werden im nächsten Jahr unseren langjährigen Standort am Wendelpfad verlassen und ins neue Gewerbegebiet nach Halver-Oeckinghausen ziehen“, kündigt er an und betont, dass dies keineswegs eine Entscheidung gegen die Stadt Lüdenscheid gewesen sei. „Aber wir haben hier leider nichts Passendes gefunden.“ 2,5 Millionen Euro investiert Feldpausch in den kommenden Monaten in den Bau einer modernen, 3000 Quadratmeter großen Produktionsstätte. Bis zum Sommer möchte Samouilidis mit seinen knapp 40 Mitarbeitern dort die Arbeit aufnehmen.

„Zum einen möchten wir damit den wachsenden Anforderungen gerecht werden, zum anderen brauchen wir aber auch eine Veränderung“, erklärt der neue Geschäftsführer den Hintergrund. Und das Unternehmen, das 1957 gegründet wurde, möchte nicht nur in Bezug auf seine Betriebsflächen wachsen, sondern auch hinsichtlich des Teams: „Wir suchen weitere Mitarbeiter“, freut sich Samouilidis auf ein neues Kapitel Firmengeschichte.

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