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Fieser Vorkasse-Betrug bei Fahrzeug-Kauf

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Von: Sarah Lorencic

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Black Friday, Black Week, Cyber Monday – Kunden erwarten Super-Angebote und Top-Deals. (Symbolbild)
Vorkasse-Betrüger haben immer wieder Erfolg. Deshalb warnt die Polizei. © Mohssen Assanimoghaddam/dpa

Auf den Seiten für Online-Klein­anzeigen tummeln sich auch Betrüger - und das nicht zu knapp. Mit kleinen Tricks bringen sie ihre Opfer um Geld und Waren. Dieser Mann aus dem MK hat es noch rechtzeitig gemerkt.

Halver - Ein 59-jähriger Halveraner ist auf einer Online-Verkaufsplattform an einen Vorkasse-Betrüger geraten. Er wollte sein Fahrzeug verkaufen und geriet an eine Person, die sich aus dem Ausland meldete. Ungesehen wollte diese das Auto kaufen und versprach, das Geld zu überweisen. Der Haken und die gleichzeitige Masche, wie Polizeipressesprecher Christof Hüls erklärt: Der Käufer kann das Fahrzeug nicht selbst abholen, sondern eine Spedition muss dafür beauftragt werden. Und für diese Kosten solle der Verkäufer in Vorkasse gehen. Der Käufer wollte die Kosten zusammen mit dem Kaufpreis hinterher überweisen.

Hätte der Halveraner den Betrug nicht gerochen, hätte er eine hohe Summe an eine vermeintliche Spedition überwiesen, die in Wahrheit der Betrüger gewesen wäre. Bei dieser Masche versuchen die Täter, vorab Transportkosten zu kassieren. Der
Preis für eine Ware ist den Betrügern fast egal. Sie wollen den Gegenstand in der Regel auch nicht begutachten, sondern sie sind mit den Angaben des Verkäufers voll und ganz zufrieden. Sie melden sich angeblich aus dem Ausland.

Der Kaufvertrag ging im Fall des Halveraners per Mail hin und her. Der Veräufer kündigte an, das Fahrzeug von einer Spedition abholen zu lassen. Dafür sollte der Verkäufer in Vorkasse treten. Fast zeitgleich trafen bei dem Halveraner eine
Vorabrechnung der Spedition und eine Mitteilung einer Bank über eine angebliche Transaktion des Käufers ein. Beides lässt sich leicht fälschen - und das war es auch.

Der Halveraner bemerkte den Betrugsversuch offenbar rechtzeitig. Er erstattete online Anzeige bei der Polizei. Es fallen immer wieder Nutzer von Online-Verkaufsplattformen auf diese Masche herein. Deshalb warnt die Polizei davor, für angebliche Speditionskosten in Vorkasse zu treten oder irgendwelche Gutscheinkarten zu besorgen. Eines ist sicher: Die angekündigte Spedition wird nicht kommen und der Verkäufer bleibt zumindest bei diesem Verkaufsversuch auf seiner Ware sitzen.

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