Fiese Masche einer Trickbetrüger-Bande

- Symbolbild

Halver - Es klingt nahezu unglaublich, was sich am Montag auf dem Parkplatz der Sparkasse ereignet hat. Auch wenn die Polizei von einem typischen Trickdiebstahl spricht: Die Professionalität dieser organisierten Banden gibt Grund zur Sorge und zum Misstrauen.

Das war passiert: Am Montag hatte eine 57 Jahre alte Halveranerin gegen 15.30 Uhr Geld in der Sparkasse abgehoben. Auf dem Parkplatz des Geldinstituts steigt sie in ihr Auto. Als sie es gerade starten will, öffnet eine junge Frau die Fahrertür und hält der Halveranerin ein Klemmbrett vor. Abgelenkt bemerkt die Frau in diesem Moment nicht, dass der oder die Komplize/Komplizin die Beifahrertür öffnet und das Portemonnaie aus der Handtasche vom Beifahrersitz stiehlt.

Als der Diebstahl völlig unbemerkt von der Halveranerin abgeschlossen und die Beifahrertür des Wagens wieder zu ist, habe die Frau mit dem Klemmbrett „Ok, Ok“ gesagt und sei verschwunden, sagte die Halveranerin hinterher bei der Polizei aus. Erst zu Hause hatte die 57-Jährige den Verlust der Geldbörse und dem soeben abgehobenen Geld bemerkt. Sofort erstattete sie Anzeige. Sie gab die Täterin mit dem Klemmbrett wie folgt an: circa 20 Jahre alt, kurze blonde Haare zu einem Zopf zusammengebunden. Laut Aussage der Halveranerin habe sie mit einem vermeintlich osteuropäischen Akzent gesprochen. Den/die zweite Täter/in an der Beifahrerseite hatte sie nicht gesehen.

Polizei-Pressesprecher Dietmar Boronowski spricht bei diesem Vorfall von dem sogenannten „Zetteltrick“. Diese Fälle häufen sich und seien die Visitenkarte organisierter Banden. Er ruft die Bürger zur Vorsicht auf. „Leider muss man immer wieder auch misstrauisch sein, sein Umfeld im Blick haben. Gerade wenn man Geld oder wertvolle Güter bei oder an sich trägt.“ Er geht allerdings nicht davon aus, dass die Täter in der kommenden Zeit nochmal an selber Stelle oder gar in Halver zuschlagen werden. - fsd

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