Sieben Verletzte nach Wohnungsbrand

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Ein Großaufgebot an Einsatzkräften war am Dienstagabend an die Eichendorffstraße gerufen worden.

HALVER ▪ Dramatische Bilder am Dienstagabend an der Eichendorffstraße: Feuerwehrleute kämpfen gegen die Flammen. Gegen die Zeit. Es geht darum, Leben zu retten. Drei Menschen sind in ihrer Wohnung gefangen. Eine Frau steht in der Ecke ihres Balkons, Polizisten versuchen, sie zu beruhigen.

Gegen 21.15 Uhr ertönen die Sirenen: Brand in einem Mehrfamilienhaus, viertes Obergeschoss. 70 Feuerwehrleute rücken vom Löschzug Stadtmitte, der Löschgruppe Bommert und vom Löschzug Oberbrügge-Ehringhausen aus. Außerdem acht Helfer des DRK. Sofort ordert die Wehr Drehleitern aus Lüdenscheid und Brügge. Der Plan: Die Bewohner sollen über den Balkon gerettet werden, um ihnen den Weg durch die stark verqualmte Wohnung und das Treppenhaus zu ersparen.

Die Drehleiterwagen erreichen zwar relativ schnell den Einsatzort – dafür, dass sie aus Lüdenscheid kommen. Für die Menschen in der Wohnung dauert diese Anfahrt jedoch zu lange. Die Feuerwehrmänner müssen die gefährlichere Option wählen – die Rettung durchs Treppenhaus. Während die eine Drehleiter direkt wieder zurückgeschickt wird, kommt die andere zum Einsatz, um die Lage nochmals überprüfen zu können. Und sicherzustellen, dass sich niemand mehr im Gebäude befindet. Bei der Aktion werden sieben Menschen verletzt. Zwei Feuerwehrmänner, zwei Polizeibeamte und die 24-Jährige Wohnungsinhaberin sowie ihr fünfjähriger Sohn werden zunächst mit Verdacht auf Rauchgasvergiftung im Krankenhaus behandelt. Ihr 25-jähriger Lebensgefährte erlitt schwere Verletzungen. Er befindet sich als einziger noch in einer Klinik.

Laut Polizeispsprecher Dietmar Boronowski entstand ein Sachschaden von rund 100 000 Euro. Die Ermittlungen wegen fahrlässiger Brandstiftung oder eines technischen Defekts dauern an. Zwei Wohnungen im Obergeschoss bleiben unbewohnbar. ▪ Lisa Weber

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