61 Einsatzkräfte bei Brand in Schwenke

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200 Meter lagen zwischen Einsatzgebiet und Fahrzeugen der Feuerwehr beim Waldbrand in Schwenke am Freitag.

Halver - Der Waldbrand bei Schwenke beschäftigte die Feuerwehr Halver am Freitagnachmittag bis in die späten Abendstunden. Unterstützung bei den Löscharbeiten kam dabei auch aus der Nachbarschaft.

Begonnen hatten die Löscharbeiten nördlich von Schwenke in der Nähe der Bundesstraße 229 am Freitagnachmittag gegen 16 Uhr. Daran waren insgesamt 61 Einsatzkräfte beteiligt – darunter neben den Löschzügen Stadtmitte und Buschhausen auch der Löschzug Hahnenberg aus Radevormwald. 

Bei solchen Lagen, wenn die eigenen Kräfte nicht ausreichten, greife die Feuerwehr auf die überörtliche Hilfe zurück, erklärt Michael Keil, Sprecher der Feuerwehr Halver. Dazu gehöre oft auch Luftunterstützung, um Brandherde zu lokalisieren. So hatte am Freitag auch ein angeforderter Polizeihubschrauber den genauen Brandherd lokalisiert.

Zum genauen Auslöser des Brandes konnte Keil noch nichts mitteilen. Die Ermittlungen laufen noch. Schwierig bei den Löscharbeiten war nicht nur die Distanz von 200 Metern zwischen Fahrzeugen und Einsatzgebiet. Die Löschwasserversorgung lief zunächst nur über die Fahrzeuge, später dann auch über einen Hydranten am Schwenker Höhenweg. 

Auf der gesamten Fläche – der Waldbrand erstreckte sich auf ein Gebiet von 50 mal 15 Meter – hatten sich außerdem Glutnester gebildet. Solche Glutnester befänden sich an der Oberfläche, wo sich auch Brennmaterial – trockenes Geäst, Gras und Unterholz – befände, erklärt Keil. Diese mussten einzeln abgelöscht werden. „Nachdem die letzten Glutnester beseitigt waren, wurde der ganze Waldboden noch einmal nachträglich mit Wasser benetzt.“

Danach seien die Einsatzkräfte erst einmal abgerückt. Nach zwei Stunden sei noch einmal eine kleinere Gruppe von Feuerwehrleuten zur Kontrolle zu dem betroffenen Waldstück gefahren. „Es wurden aber keine Glutnester und keine Rauchentwicklung festgestellt“, sagt Keil. 

Ausbreitung von vielen Faktoren abhängig 

Bei dem Brand in Schwenke hatte ein Gebiet von etwa 750 Quadratmetern gebrannt. Wie schnell sich ein Waldbrand mitunter ausbreiten kann, hänge von vielen Faktoren ab, sagt Keil, unter anderem von Windrichtung und Windstärke. „Das kann man nicht voraussagen, das ist reine Spekulation.“ Klar geregelt sei allerdings die besagte überörtliche Hilfe, um einen Nachschub bei den Einsatzkräften und der Wasserversorgung zu gewährleisten. 

So unterschiedlich wie die Faktoren bei der Brandentstehung und -ausbreitung seien auch die Möglichkeiten der Bekämpfung, sagt Keil, beispielsweise die Luftunterstützung durch Hubschrauber und Drohnen, das Schlagen von Brandschneisen oder das Benetzen von noch nicht betroffenen Waldgebieten. 

Am Freitagabend gab es außerdem einen Fall von Wild-Grillen. Wie die Polizei in Halver bestätigte, sei dies gegen 19 Uhr aus Berge gemeldet worden. „Dort haben wir dann eine Dame und einen Herrn aus dem Ruhrgebiet angetroffen“, sagt Polizeihauptkommissar Armin Kibbert. Der kleine Einweggrill der beiden habe auf der Straße gestanden, allerdings in Waldnähe. Das Paar sei auf die begangene Ordnungswidrigkeit hingewiesen worden und habe darauf den Grill sofort gelöscht. „Wir haben es in dem Fall bei einer mündlichen Verwarnung belassen“, sagt Kibbert.

Mündliche Verwarnung für Wild-Griller 

Im Gegensatz zum Wild-Grillen ist das Herbeiführen einer Brandgefahr – so der Titel des entsprechenden Paragrafen 306f – ein Straftatbestand. Wer demnach unter anderem Wälder, Heiden und Mooren oder bestellte Felder durch Rauchen, offenes Feuer, Licht, das „Wegwerfen brennender oder glimmender Gegenstände oder in sonstiger Weise in Brandgefahr bringt“, wird mit einer Freiheitsstrafe von bis zu drei Jahren oder einer Geldstrafe bestraft. „Gefahr ist dabei ein sehr schwammiger Begriff“, sagt Kibbert. „Wie groß die Gefahr ist, ist schwer einzuschätzen.“ Bei der momentanen Trockenheit stelle schon zerschlagenes Glas auf einer Wiese eine Brandgefahr dar, wenn es geregnet habe dagegen nicht.

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