In der Heesfelder Mühle grassiert das „Music Fever“

Binyo alias Robin Brunsmeier (links)– hier in der Breckerfelder Formation „Instead Off“ – erwies sich als wahrer Publikumsmagnet.

Halver - Auf zwei Bühnen grassierte am Samstag an der Heesfelder Mühle das „Music Fever“. Bei trübem, aber trockenem Wetter ging das Musikfestival – im Vorjahr aus der Taufe gehoben – in die zweite Runde. Rund 600 Besucher, so Teresa Schabo vom Veranstalter Sound-Bäckerei, genossen mit fünf regionalen Bands und vier Singer Songwritern aus der Gegend junge, spritzige Musik zwischen Rock und Pop, die ankam und gefiel.

Ihr Musiklabel-Partner Robin Brunsmeier, als Binyo bestens bekannt, stand gleich zweimal auf der Hauptbühne – als Songwriter mit seinen eingängigen, mitreißenden Liedern und Mitglied des Punkpop Trios „Instead Off“ aus Breckerfeld, das seinen Spaß an der Musik im schrägen Outfit witzig-ironisch und experimentierfreudig an seine wippenden, tanzenden Zuhörer weitergab.

Neben Genannten hielten beim „Newcomer Special“ die junge Wuppertaler Band „21 Gramm“, „Chester“ aus Dortmund und die Hagener Formation „Neubau“ auf der großen Bühne vom späten Nachmittag bis tief in die Nacht bei Laune. Während der Umbaupausen hatten die Musikfans Gelegenheit, schönen Stimmen und einprägsamen Melodien junger Singer/Songwriter auf der kleinen Bühne zu lauschen.

Halver im "Music Fever"

Mit unverkennbar eigenem Stil machten dabei Daniel Al Ayoubi (Hagen), Nancy Siskou/George Trents und Melina Fuhrmann aus Lüdenscheid sowie Indolent alias Anton Stechonin aus Hückeswagen singend und musizierend Werbung in eigener Sache. Überwiegend eigene Songs, aber auch Covertitel waren zu hören.

Einen tollen Job machten die Wuppertaler als „Opener“ des Festivals mit besonderem Flair. Mit frechem, überraschendem Akustikpop zeigten sich die Jungs „zu allem bereit, ihr werdet schon sehen“, wie es in einem Lied hieß. Als Stimme der Band begeisterte Michael Kutscher. Das Leben in all seinen Facetten fing „Chester“ in populärer Rockmusik ein. Drummer Christian Lauermann aus Halver gab nicht nur bei den Dortmundern, sondern später auch bei Publikumsliebling Binyo den Rhythmus vor.

Dass sich viele schon im Vorfeld auf den Auftritt des jungen Halveraners gefreut hatten, war unschwer an der großen Zuschauermenge, die sich vor der Bühne versammelte, zu erkennen. Mächtig Stimmung machte Binyo im großen Rund. Bekannte Lieder wie „Jeremy Pascal“ und auch Neues brachte er mit. Gemeinsam mit Sebastian Kreinberg gestattete er sich einen launigen Abstecher in die Rap-Szene.

Zu später Stunde rockte „Neubau“ die Bühne. Mit Coversongs („Tage wie diese“) und eigenen Titeln machte die einstige Abi-Band Dampf. Auch für das leibliche Wohl der Besucher war bestens gesorgt. Frische Waffeln mundeten beim Marionettentheater Mummenschanz. Das Restaurant „Der Kaiser“ verwöhnte mit Pfannengyros, Bratwurst, Pommes und mehr. Leckeren Flammkuchen und andere Köstlichkeiten kredenzte das Tea Time Cottage – und die Freunde Togos mixten Cocktails für den guten Zweck. Rund 30 Helfer sorgten für einen reibungslosen Ablauf. „Wir sind sehr zufrieden“, zog Schabo am Ende ein positives Resümee.

Von Monika Salzmann

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