Partystimmung

Viele Höhepunkte beim "Music Fever"

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Die Besucher des vierten „Music Fever“-Festivals tanzten trotz des regnerischen Wetters am vergangenen Samstag an der Heesfelder Mühle.

Halver - Super Stimmung, klasse Bands, ein reizvolles Ambiente und vorbildliche Organisation: Es passte am Samstag alles bei der vierten Auflage des Festivals „Music Fever“ an der Heesfelder Mühle – bis auf das Wetter, das sich nass, kalt und ungemütlich zu Live-Musik auf zwei Bühnen, Festivalfieber und Feierlaune hungriger Partygäste zeigte.

Zwar ließ sich nach Dauerregen am Vormittag kurzzeitig die Sonne blicken, die Freude darüber war jedoch nur von kurzer Dauer. Erst kam der Regen zurück, dann – als es zu tropfen aufhörte – schlich sich die Kälte auf’s Festivalgelände. „Sauerländer Sommer von it’s best. Die Sonne scheint in Strömen“, meinte Moderator Marian Heuser, der einen spitzenmäßigen Job machte, dazu mit Galgenhumor. Jede Menge „Leute in Ganzkörperkondomen“ – gemeint sind durchsichtige Regencapes – machte er auf dem Gelände aus. 

Wer sich trotz des launischen „Aprilwetters“ zum Festival der Sound Bäckerei (Teresa Schabo und Robin Brunsmeier) und ihres rund 60-köpfigen Helferteams aufmachte, wurde mit abwechslungsreicher Musik und Höhepunkten am laufenden Band verwöhnt. 

Mit acht Bands, die sich im Wechsel auf der kleinen, nostalgischen Theaterbühne vor der Mühle und der Hauptbühne auf der großen Wiese die Ehre gaben, war für grenzenloses Musikvergnügen der anfangs zögerlich, später mutiger eintrudelnden Besucher gesorgt. 

Hunderte feiern mit

Am Ende feierten Hunderte mit der Soundbäckerei mit. Die Überraschung des Abends gelang dabei Jinruh, der dynamischen Newcomer-Band um den Lüdenscheider Rapper Daniel Koroma und Sänger Bassam Eldodo, die beim Festival eine grandiose Premiere hinlegte und alles – Soul, Jazz, Funk und mehr – in ihre Musik packte. 

Als Appetitmacher brillierten Lokalmatador Binyo und seine Band, die jede Menge neuer Songs im Gepäck führten und mit Lust und Laune, viel Herzblut und unbändiger Spielfreude Kostproben ihrer neuen CD, die im Herbst fertig wird, gaben. An Binyos Seite mixten Rudolf F. Nauhauser (Saxofon), Julian Heyden (Bass), Michael Wagner (Gitarre) und Christian Lauermann (Drums) alte und neue Songs zu einem kongenialen Mix. 

Anschließend entfachten die Stimmungsmacher des Abends Begeisterungsstürme. Gemeint sind die Bazzookas aus den Niederlanden, die zu später Stunde müde Geister munter machten und eine spektakuläre Show mit vollem Bläsersatz und einer prickelnden Mischung aus Ska, Rock und Pop ablieferten. Schon der 25 Jahre alte Tourbus mit Bühnendach, mit dem die Holländer um Sänger Bazz Barnasconi anreisten, erregte allseitige Aufmerksamkeit. Regional und international: Das bewährte Rezept ging beim Festival auf. 

Jede Band, die trotz miserabler Wetterbedingungen für gute Laune bei den Festivalbesuchern sorgte, brachte individuellen Charme und eine ganz eigene Handschrift mit. Ob Opener „Lampe“ – Julian Heyden und Tilmann Claas – mit tiefgründigen deutschen Texten, „Schwarzpaul“ als frische Impulsbringer in der Reggae-Szene oder „Die Lieferanten“ mit groovigem Deutsch-Pop aus Münster: Jede Band machte Spaß. Genregrenzen zwischen Pop und Folk setzte Jonas David (Wuppertal) mal melancholisch, mal aufmunternd außer Kraft.

Viele Höhepunkte beim "Music Fever" 2017

 Mit melodischen Deutsch-Rap, in dem sich Pop Elemente fanden, bewies „Blockrudel“, ein Geheimtipp der Szene, Party-Tauglichkeit. Am Schlagzeug: Jan Zimmer, Ex-Schlagzeuger von Luxuslärm. 

Auch das Rahmenprogramm des Festivals war vom Feinsten – angefangen beim Catering, das von Cocktails und Crêpes des Vereins der Freunde Togos für den guten Zweck, bis hin zu Buletten, Gegrilltem, Flammkuchen und mehr reichte, über die Tombola mit attraktiven Preisen bis zur Indoor-Aftershowparty mit Trust in Wax aus Münster und dem Duo Hazefeld – Binyo und BassTea – als Live-Act.

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