Festakt zum Jubiläum: "Strahlender Stern AFG"

+
Bürgermeister Dr. Bernd Eicker, Abteilungsleiterin der Bezirksregierung Arnsberg, Susanne Blasberg-Bense, Schulfachliche Dezernentin Eva Maria Mikat und AFG-Schulleiter Paul Meurer (von links) zählten zu den Rednern beim Festakt.

Halver - „Die Namensgebung der Schule ist jeden Tag Programm, Mahnung und Antrieb zugleich.“ Mit einem Riesenprogramm, hochkarätigen Festrednern und Gästen aus nah und fern startete das Anne-Frank-Gymnasium (AFG) am Donnerstag unter dem Motto „Bildung, Freiheit, Demokratie“ in die Feierlichkeiten zum 50-jährigen Bestehen der Schule.

Namentlich hieß Schulleiter Paul Meurer in seiner Begrüßung die Honoratioren, die in großer Zahl der Einladung der Schule zum offiziellen Festakt gefolgt waren, bei der Feier in der Aula willkommen. Die weiteste Anreise hatte eine Delegation der AFG-Partnerschule aus Italien. An die Schüler gewandt, erklärte Meurer: „Ihr seid unsere Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft, die Zukunft unserer Gesellschaft.“ Mit den Schlagworten „soziale Leistungsschule“ und „Bildung in Freiheit“ - das, was Anne Frank nicht hatte - brachte er die Namensgebung der Schule anschaulich in Verbindung. Charmant führten Timo Stacey, Franziska Laknar und Hind Almakhdari durch das gehaltvolle, gut dreistündige Festprogramm, dem sich ein Stehempfang in zwangloser Runde anschloss.

Zwischen Grußworten, Laudatio und Festvortrag lockerten tolle Musikbeiträge von Chor und jungen Virtuosen aus der Schülerschaft die Programmfolge auf. Als Überraschungsgäste spielten sogar die historisch gewandeten Musiker des Fanfarencorps Landsknechte Halver auf. Die Laudatio hielt Arndt G. Kirchhoff, Hochschulratsvorsitzender der Universität Siegen und Unternehmer. Für den Festvortrag konnte die Schule Dr. Dirk Kleine (Director ICE Microsoft Deutschland), einen „Ehemaligen“, gewinnen. Lang war die Liste der Gratulanten, die Grußworte beisteuerten. Voran Susanne Blasberg-Bense, Abteilungsleiterin der Bezirksregierung Arnsberg, hielten die Festredner Rück- und Ausblick auf die Entwicklung von Schule allgemein und die Entwicklung des AFG im Besonderen. Vom Babyboom und Wirtschaftswunder der 1960er Jahre, als das Bildungssystem kaum Schritt mit der Entwicklung hielt, bis zu den heutigen Anforderungen - Stichwort Integration und Inklusion - spannte Susanne Blasberg-Bense den Bogen.

Aus den Anfängen der Schule wusste Bürgermeister Dr. Bernd Eicker („Selbst Abiturient am AFG gewesen“) Wissenswertes zu berichten. Das AFG sei „ein besonders strahlender Stern am Schulstandort Halver.“ Als besondere Stärke der Schule hob Pflegschaftsvorsitzende Dr. Sabine Wallmann das „Wir“ hervor. „Es war immer eine Stärke des AFG, sich um jedes einzelne Kind zu kümmern“, betonte sie. Weniger Wissen in die Kinder hineinzupumpen, sondern sie zu Problemlösungen zu befähigen, forderte sie von Schule ein. Aus Schülersicht betrachtete Schülersprecher Philipp Schimchen den Schulalltag. „Jeder darf hier sein, wie er will und wird akzeptiert. Es gibt Freiräume für jeden“, lobte er.

Schule, Studium und Beruf verknüpfte Arndt G. Kirchhoff in seiner Laudatio: „Schule muss dazu ausbilden, sich Stoff selbst erarbeiten und aneignen zu können.“ Als Einzelkämpfer richte heute niemand mehr in der Industrie etwas aus. Schule und Wirtschaft müssten noch mehr aufeinander zugehen. Spannend geriet der Festvortrag von Dr. Dirk Kleine, der mit Blick auf das AFG über ein ländliches Gymnasium im digitalen Zeitalter sprach. Sich verändernden Unterricht, IT- und Medienkompetenz, die digitale Revolution des Alltags und vieles mehr riss er an. „Digitale Medien sind im Alltag präsent und müssen in den Unterricht Einzug finden“, seine Überzeugung. IT als Schulfach wäre sein Wunsch. - Von Monika Salzmann

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das Login-Formular anmelden.


Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.

Netiquette
Hinweis: Kommentieren Sie fair und sachlich! Rassistische, pornografische, menschenverachtende, beleidigende oder gegen die guten Sitten verstoßende Äußerungen sind verboten und werden gelöscht.

Kommentare