85 Kinder beim Ferienspaß-Auftakt des MGV Oberbrügge

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Die Zwerge sollen bei der Aufführung am Samstag eine Laterne für ihren Tanz haben.

Oberbrügge - Pause? Brauchen Phillip und Sebastian nicht. Sie schwingen unermüdlich ihre Fahnen auf dem sonnigen Sportplatz, auch wenn die anderen mal kurz ausruhen. Die beiden Jungs sind an diesem ersten Ferienspaß-Tag des Männergesangvereins (MGV) Oberbrügge-Ehringhausen schon ganz in ihrem Element.

Am Montag und Dienstag unterstützt das Fanfarencorps Halver das Betreuerteam um Annette Przybilla – eine willkommene Bereicherung. Rund 85 Ferienkinder gilt es in dieser Woche im Bürgerhaus zu beschäftigen.

Das offizielle Tagesprogramm beginnt immer um 10 Uhr. „Für die berufstätigen Eltern bieten wir aber immer schon ab 7.30 Uhr eine Betreuung an. Rund 20 Kinder kommen dann auch schon“, berichtet Annette Przybilla. Langeweile gibt es nicht. Die zehn bis 15 ehrenamtlichen Helfer, die teilweise schon seit vielen Jahren dabei sind, haben die bunt-gemischte Schar vom Kindergartenalter bis zu den 14-Jährigen im Griff, egal, ob sie gerade ruhig T-Shirts bemalen, Hilfe beim Basteln brauchen oder sich in der Turnhalle austoben.

Musicals zum Abschluss

Für den Abschluss am Samstag wird wieder ein buntes Programm einstudiert. Musicalstücke aus Schneewittchen, Dornröschen und dem Dschungelbuch werden diesmal aufgeführt. Da müssen Lieder und Tänze geprobt und die notwendigen Utensilien fürs Bühnenbild gebastelt werden.

Beginn des Ferienspaßes des MGV Oberbrügge am Bürgerhaus

Die Jüngsten waren gestern schon mit Feuereifer dabei, Blechdosen für ihre Zwergenlaternen zu bekleben und zu bemalen. Aus dem oberen Stockwerk klangen dazu mal schräge, dann immer akkuratere Töne: Beim Ausprobieren der Fanfaren kamen die Jungs und Mädchen ordentlich aus der Puste.

Trommeln mit Benedikt im Keller

Im Keller wurde dagegen getrommelt. „Rechts, links, rechts“: Benedikt gab immer wieder geduldig den Takt vor. „Er ist ein Ferienspaß-Kind der ersten Stunde“, erzählt Annette Przybilla.

Im vergangenen Jahr fand er Gefallen am Fanfarencorps, wurde nach den Ferien dort Mitglied und betreut jetzt eine der Trommlergruppen. Neben ihm sitzt Mary. Die 14-Jährige ist auf den Rollstuhl angewiesen und genießt ihren ersten Ferienspaß überhaupt.

„Für Kinder mit Behinderung gibt es nicht so viele Möglichkeiten. Wir versuchen das jetzt einfach“, meint Annette Przybilla. Beim

Trommeln hat es schon mal gut geklappt.

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