Ferienspaß: Halveraner Kinder lieben Halvywood

Keine Zeit für Langeweile: In Halvywood gibt’s viel zu tun – zum Beispiel als Taxifahrer. ▪ Weber

HALVER ▪ Schlange stehen am Arbeitsamt. Und täglich aufs Neue auf einen guten Job hoffen. Als Koch, Gärtner oder Taxifahrer. Das ist seit Montag Alltag – für die Bewohner von Halvywood. 85 Kinder nehmen an der Ferienaktion des Jugendzentrums teil. Und trotz großer Beliebtheit soll die sechste Auflage vorerst die letzte bleiben.

Es ist eine Stadt im Miniaturformat. Denn in Halvywood gibt es eigentlich alles, was man braucht. Ein Restaurant, eine Bank, eine Fahrschule, eine Schrottwerkstatt & Co. Doch damit die Kinder das Angebot nutzen können, müssen sie vorerst Geld verdienen – und zwar in eben diesen Geschäften.

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Ferienspaß in "Halvywood"

So rollt der Woody, die Währung in Halvywood, und die Bewohner können von ihrem erarbeiteten Geld verschiedene Leistungen in Anspruch nehmen: Zum Beispiel sich in der Wellness-Oase eine schicke Frisur machen oder die Nägel bunt lackieren lassen. Oder individuellen Schmuck basteln. Oder einen Cocktail genießen. Oder im Restaurant essen gehen. Oder sich erstmals im Taxi über den Jugendheimplatz kutschieren lassen. „Das ist neu und kommt offenbar ziemlich gut an“, erklärt Arndt Spielmann. Vorher müssten sich die Fahrer natürlich in einer Fahrschule ausbilden lassen. Dabei kommt das neue Kettcar zum Einsatz, das das Jugendzentrum dank Spenden anschaffen konnte. Kulinarisch ist das Angebot ebenfalls groß: In der Küche bereiten kleine Köche täglich warme Mahlzeiten zu und die Bäcker sorgen mit Muffins und Kuchen für den Nachtisch.

Doch obwohl die Ferienspaßaktion Halvywood sehr gut bei den Kindern ankommt soll die Ministadt laut Spielmann vorerst schließen. „Wir haben Lust auf etwas Neues“, sagt er. Beispielsweise könne er sich gut vorstellen im kommenden Jahr das Thema Mittelalter aufzugreifen. Dazu hätte es bereits eine Aktion gegeben, die ebenfalls gut angekommen sei. „Wir wollen schließlich attraktiv und abwechslungsreich bleiben.“

Halvers Kinder zumindest haben derzeit definitiv genügend Abwechslung: Denn jeden Tag haben sie die Chance, einen anderen Beruf zu ergreifen. Und so kann man vom Müllmann zum Banker aufsteigen oder vom Koch zum Friseur wechseln. Alles ist möglich in Halvywood, der „Stadt in der Stadt“. ▪ Lisa Weber

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