Diskussion um Ferienspaß in Halver

Ferienspaß nicht nur für Halveraner - Pfarrer äußert sich

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Am Montag ging es los beim Ferienspaß der Katholischen Kirchengemeinde Christus König mit Aktionen an der Heesfelder Mühle.

Halver - Zwei Kinder, die nicht in Halver wohnen, konnten beim Ferienspaß der Katholischen Kirchengemeinde Christus König nicht teilnehmen. Das war Thema im Rat der Stadt. Nun äußert sich Pfarrer Claus Optenhöfel.

Auch Kinder, die außerhalb der Halveraner Stadtgrenzen wohnen, können in diesem Jahr beim Ferienspaß der Katholischen Kirchengemeinde mit dabei sein. Das stellt Pfarrer Claus Optenhöfel nach einem kritischen Leserbrief klar. 

Dieser bezog sich auf den Vorschlag von Eveline Scharwächter (UWG), beim Ferienspaß nicht ausschließlich Kinder aus Halver zu berücksichtigen. Konkret ging es dabei um zwei Kinder, die kurz hinter der Stadtgrenze im Oberbergischen Kreis wohnten, aber nicht am Ferienspaß teilnehmen könnten, obwohl sie in Halver Kindergarten und Schule besuchten. 

Kinder können doch mitgenommen werden

Tatsächlich habe man diese Kinder aber doch beim Ferienspaß mitnehmen können, erklärt Optenhöfel im Gespräch mit dem Allgemeinen Anzeiger. In der Ratssitzung hatte Thomas Gehring, Fachbereichsleiter Bürgerdienste, angekündigt, Rücksprache mit dem Märkischen Kreis als Fördergeber Rücksprache zu halten, um eine passende Lösung für das Problem zu finden. 

Martin Halbrügge (Grüne) hatte zudem angeregt, das Thema auf die Tagesordnung des nächsten Fachausschusses für Bildung und Jugend zu setzen. „Wir freuen uns, dass Leute ein Interesse daran haben, dass auch Kinder von außerhalb im Ferienspaß unterkommen“, sagt Optenhöfel dazu, betont aber zugleich: „Wir können nicht nach Bedarf aufstocken.“ Wie viele Kinder betreut werden könnten, hänge von der Größe des Teams aus ehrenamtlichen Betreuern ab. „Deswegen werden wir es jedes Jahr neu entscheiden.“ 

60 Kinder in diesem Jahr

In diesem Jahr entschied man sich, die zusätzlichen Kinder mitzunehmen. Bei der Anmeldung habe man ursprünglich mit 50 Kindern gerechnet. Diese Zahl habe man in den Vorjahren genau vollbekommen. „Es waren dann aber viel mehr Kinder, sowohl fünf aus Halver als auch fünf von außerhalb.“ Da es für den Ferienspaß Zuschüsse vom Märkischen Kreis und von der Stadt Halver gibt, sei in den vergangenen Jahren immer die Absprache gewesen, dass der Ferienspaß Halveraner Kindern vorbehalten sei. „Da gab es auch nie große Proteste.“

Man sei davon ausgegangen, dass es für Kinder von außerhalb in den jeweiligen Heimatgemeinden auch Ferienspaßangebote gäbe, in denen sie unterkommen könnten. Trotzdem habe man sich in diesem Jahr dafür entschieden, die Teilnehmerzahl für den Ferienspaß um zehn Kinder aufzustocken, jeweils fünf aus Halver und von außerhalb. 

Eltern zahlen freiwillig mehr

„Wir haben die Eltern der Kinder, die nicht aus Halver sind, gebeten, aufgrund der nicht zur Verfügung stehenden städtischen Zuschüsse einen höheren Beitrag zu zahlen“, erklärt Optenhöfel. Die Eltern seien auch bereit gewesen, 65 Euro, also 25 Euro mehr zu zahlen als die Halveraner Eltern. Diese zahlen 40 Euro, zu denen noch einmal bis zu 24 Euro pro Kind von der Stadt Halver hinzukommen. 

Bei einer Kalkulation mit 50 Kindern würde das in der Summe exakt den 1200 Euro entsprechen, die der Stadtrat als Zuschuss für den Ferienspaß bewilligt hat. Zunächst würden allerdings die Kosten mit dem Märkischen Kreis abgerechnet und erst dann der noch fehlende Betrag bei der Stadt beantragt. In den Vorjahren habe man meist eine dreistellige Summe beantragt, im vergangenen Jahr die volle Summe von 1200 Euro. Auch in diesem Jahr geht Optenhöfel davon aus, dass man – bei 60 Kindern – den vollen Zuschuss in Anspruch nehmen werde.

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