Ferienkinder lernen Tiere der Nutztierarche kennen

Zunächst etwas verhalten näherten sich die Kinder dem Leit-Schaf B-Hörnchen, um es mit Knäckebrot zu füttern.

Halver - Spätestens als Hofhund Strobel aus dem Haus stürmte, brach bei den Kindern, die derzeit an der Ferienbetreuung der Lindenhofschule teilnehmen, das Eis. Denn Tiere und Kinder, das funktioniert meist. Am Montag waren sie bei der Nutztierarche von Birgit Güntner in Dahlhausen zu Gast.

Von Friederike Domke

Eine Woche lang werden die Jungen und Mädchen – alle im Grundschulalter – auf Tuchfühlung mit allerhand Vier- und Zweibeinern gehen. Entstanden ist diese tierische Ferienspaß-Woche durch eine Kooperation mit dem Tierschutzverein Halver-Schalksmühle. Petra Schrön hat ein Programm zusammengestellt, das am Montag in der Nutztierarche anfing und die Kinder in dieser Woche noch zu den Hundefreunden Halver sowie zum Neulandhof führen wird.

Neben Hofhund Strobel, der es vor allem auf die saftigen Würstchen der Kinder abgesehen hatte, waren es vor allem die 35 Schafe und Lämmer, die es den Mädchen und Jungen angetan hatten. Allerdings, so stellten die jungen Besucher schnell fest, gehören aufgeregte kleine Lindenhofschüler eher nicht in ihren Alltag. Und so brauchte es zwei Anläufe, bis die Herde schließlich hinter Birgit Güntner und an den Jungen und Mädchen vorbei in den Stall lief und sich Kind sowie Tier in Ruhe beschnuppern konnten.

Mit Knäckebrot, so lernten die Kindern, kann man an die Schafe relativ einfach herankommen. „Das ist wie für uns die Schokolade“, stellte Schülerin Charlotte passend fest. Der Herde voran lief das Schaf mit dem nicht ganz gewöhnlichen Namen B-Hörnchen. Bigit Güntner: „Das ist das Leitschaf, alle anderen folgen ihm.“ Und B-Hörnchen war auch das Erste, das vorsichtig an den jungen Gästen auf der Weide schnupperte und nach einem Leckerchen suchte. „Das kitzelt und fühlt sich total schön an“, lachte Kendra, als das schwarze Schaf nach dem Knäckebrot tastete.

„Dieser nahe Kontakt zu Tieren ist für manche Kinder hier heute der erste“, sagte Petra Schrön. Vertrauen zum Tier herzustellen und den richtigen Umgang mit ihnen zu lernen, sei in dieser Woche sehr wichtig.

Der große, leicht verwunschen wirkende Garten an der Nutztierarche weckte in den Lindenhofschülern den Entdeckerdrang. Schnell eroberten sie kleine Ecken, schauten sich den Trecker an oder bauten sich aus Strohbändern ein eigenes Lasso. Der ein oder andere entdeckte schnell die freilaufenden Laufenten und die Mädchen sprangen Seil.

Nachdem die Schafe mit ausreichend Streicheleinheiten und Knäckebrot bedacht waren und die Kinder ihnen Wasser und Heu gefüttert hatten, machte sich Birgit Güntner mit den Kindern auf zu den Hühnern. „Ich habe hier ein paar Eier versteckt, wer eins findet, darf es behalten.“ „Hier gibt es viel zu erleben. Aber heute Abend fallen die Kinder bestimmt hundemüde ins Bett“, vermutete Katja Hüttenschmidt, die als Erzieherin in der Ganztagsbetreuung der Lindenhofschule tätig ist. Und ganz so unrecht dürfte sie nach so einem Tag damit wohl nicht gehabt haben.

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