Hohe Kosten überraschen

Neue Rettungswache an B229: 280.000 Euro für Zuwegung

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Die neue Rettungswache, die an der B229 entstehen soll, braucht einen Zuweg. Dieser ist mit hohen Kosten verbunden. 

Halver - Mit der Änderung des Flächennutzungsplanes für den Bereich südlich Oeckinghausen und der Aufstellung eines Bebauungsplans „Rettungswache“ schafft die Stadt Halver zurzeit die baulichen Voraussetzungen für den Neubau der Rettungswache des Märkischen Kreises. Beide Entwurfsbeschlüsse passierten am Mittwoch den Ausschuss für Planung und Umwelt in Halver. 

Für den Ersatz der zu klein gewordenen Rettungswache an der Susannenhöhe wird eine Fläche von 7500 Quadratmetern benötigt, die der Märkische Kreis bereits erworben hat. Möglich wird das Projekt durch eine Änderung des Landesentwicklungsplans Nordrhein-Westfalen, die die Möglichkeit eröffnet, im planerisch eigentlich festgelegten Freiraum Bauflächen und -gebiete auszuweisen, wenn „die besondere öffentliche Zweckbestimmung für bauliche Anlagen des Bundes oder des Landes sowie der Kommunen bei der Erfüllung ihrer Aufgaben im Brand- und Katastrophenschutz dies er-fordert“, wie es in der Vorlage für den Fachausschuss heißt. Eine Rettungswache zähle zu solchen baulichen Anlagen und dürfe somit ausnahmsweise innerhalb des im Regionalplan dargestellten Freiraum- und Agrarbereichs errichtet werden. 

Erneute Diskussion

Erneut diskutiert werden dürfte das Thema noch einmal in der kommenden Woche. Am Dienstag tagt der Ausschuss für öffentliche Einrichtungen und hat ebenfalls die Rettungswache auf der Agenda. Dann geht es nicht um die baurechtlichen Belange, sondern um technische und finanzielle Aspekte. Denn am Vorhaben sind der Landesbetrieb Straßen.NRW, der im Auftrag des Bundes (Bundesstraße 229) dort den Kreisverkehr errichten soll, und der Märkische Kreis mit der Rettungswache an sich beteiligt. 

An dieser Kreuzung an der B229 soll ein Kreisverkehr entstehen. Vom Kreisel aus soll eine neu gebaute Straße dann zur neuen Rettungswache führen.

Weil aber die Rettungswache nicht direkt an den Kreisel angedockt werden darf, – dies lehnt der Landesbetrieb ab – wird die Wache über eine neu zu bauende Straße an den Kreisel angeschlossen. Der Feldweg, der das Gehöft Bocherplatz erschließt, wird den Planungen zufolge ausgebaut auf eine Breite von 6,50 Metern mit einseitigem Gehweg und einer Breite von zwei Metern, in dem auch die Versorgungsleitungen untergebracht werden, wie es in der Vorlage heißt. Die Projektkosten werden mit 280 000 Euro als städtischem Anteil beziffert.

Bäume mussten für die neue Wache bereits weichen.

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