Weihnachten im Seniorenzentrum

Eine Zeit der Emotionen - Weihnachten im Bethanien

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Das Team sorgt für weihnachtliche Stimmung: Das Plätzchenbacken war ein Teil des Lebendigen Adventskalenders.

Halver - Weihnachten ist für die meisten Menschen eine besondere Zeit, die mit Ritualen und Symbolen, Bräuchen und Traditionen verbunden ist. An Weihnachten kommt die Familie zusammen, alle sitzen an einem Tisch, erfreuen sich am Licht des Tannenbaums und packen die Geschenke aus. Auch im Seniorenzentrum Bethanien ist Weihnachten eine besondere Zeit.

Bei vielen wächst Tag für Tag die Vorfreude auf das Fest. Auch im Seniorenzentrum Bethanien ist Weihnachten eine besondere Zeit, die mit vielen Emotionen, Erinnerungen und Sehnsüchten verbunden ist. „Für manche Bewohner ist das auch eine belastende Zeit“, erklärt Carsten Güntner, Leiter des Begleitenden Dienstes. „Viele sind sehr gerührt.“ 

Vielfach kommen wehmütige Erinnerungen an früher auf. Damit Weihnachten für alle, die das Fest nicht im Familienkreis verbringen können, zu einer friedvollen und besinnlichen Zeit wird, putzt sich die Einrichtung festlich heraus. 

Carsten Güntner weiß aus Gesprächen, dass Weihnachten für manche Bewohner auch eine belastende Zeit ist.

Tagtäglich kommen die Bewohner in der Adventszeit zusammen, um sich von Geschichten und Liedern in Weihnachtsstimmung versetzen zu lassen. Vom 1. bis zum 22. Dezember gibt es einen Lebendigen Adventskalender. Hier und da erfüllt dann der verführerische Duft frisch gebackener Weihnachtsplätzchen die Stationen. Veranstaltungen wie die Gospelweihnacht setzen weitere stimmungsvolle Akzente. 

Weihnachtsfeier mit etwa 70 Teilnehmern

Am 23. Dezember, einen Tag vor Heiligabend, richtet die Einrichtung alljährlich ihre große Weihnachtsfeier für alle Bewohner aus. Rund 70 Teilnehmer kamen zu diesem Anlass in der Cafeteria zusammen. Es gab eine Andacht mit Pastor Peter Bernshausen und weihnachtliche Musikbeiträge. In diesem Jahr waren die Kinder von der Kita St. Nikolaus und der Posaunenchor des CVJM mit von der Partie. Wie bis heute in vielen Familien an Weihnachten üblich, kredenzt die Küche des Hauses abends Kartoffelsalat und Würstchen. 

Carsten Güntner weiß aus Gesprächen, dass Weihnachten für manche Bewohner auch eine belastende Zeit ist.

Kleiner und intimer fallen die Weihnachtsfeiern an Heiligabend in den Wohnbereichen aus. Nach dem Kaffeetrinken, das Betreuer für die Bewohner und ihre Angehörigen ausrichten, gibt’s vor Ort die Bescherung. Jeder Bewohner erhält vom Haus ein kleines Präsent. Bunte Teller und appetitliche Extras steuert die Küche, wie Heike Himmen, stellvertretende Küchenleiterin, verrät, zum festlichen Anlass bei. Auch Pflegedienstleiterin Stefanie Thiemann, die zugleich stellvertretende Einrichtungsleiterin ist, macht dann ihre Runde. 

Zwei Drittel bleiben in der Einrichtung

Rund ein Drittel der Bewohner verbringt den Heiligen Abend im Kreis von Angehörigen. Manche bleiben über Nacht, andere kehren zu später Stunde in die Einrichtung zurück. Bei vielen ist dies jedoch nicht möglich, weil sie ans Bett gefesselt sind, keine Angehörigen mehr da sind oder diese auswärts wohnen. Damit die Bewohner an den Feiertagen selbst Besuch empfangen können, öffnet das ehrenamtliche Team an beiden Feiertagen die Cafeteria und versorgt die Familien mit Kaffee und Kuchen. Mit Sauerbraten, Klößen und Rotkohl am 1. Feiertag und Hirschgulasch, Spätzle und Apfelmus am 2. Feiertag steht wieder Festliches auf dem Speisenplan in der Einrichtung. 

Horst-Wilhelm Klauke bekommet an Weihnachten Besuch von seinen Enkeln.

Einer, der sich auf den Besuch seiner Enkel an Weihnachten freut, ist Bewohner Horst-Wilhelm Klauke. „Die Enkel kommen Heiligabend aus Berlin und Frankfurt“, erzählt er. Auswärts mit seinem Besuch essen zu gehen, hat er sich für Weihnachten vorgenommen. Ansonsten nimmt er gerne an allen Veranstaltungen teil, die die Einrichtung zu bieten hat, sagt er.

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