Feierliche Einweihung – nicht ohne Mahnung

Vor vielen Gästen sprach Agilis-Geschäftsführer Dieter Hoffmann seinen Dank jenen Helfern aus, die an der Entstehung der Breitensportanlage mitgewirkt haben. ▪ F. Zacharias

HALVER ▪ Seit Freitag ist Halvers größte Sportanlage auch offiziell in Betrieb: Im Rahmen einer feierlichen Eröffnung nebst Jugendspielen und einem Auftritt der Schalker Traditionself wurde der „neue“ Franz-Dobrikat-Sportplatz seiner Bestimmung übergeben.

„Der Geist von Franz Dobrikat hat gewirkt“, freute sich Dieter Hoffmann, Geschäftsführer der Agilis GmbH, in seiner Begrüßungsrede. Den mehr als 100 Vertretern aus Politik und Wirtschaft, Verwaltung und Sport, die dem Festakt vor Ort beiwohnten, erklärte er aber auch, dass dieser Geist nur durch das Engagement zahlreicher „Jünger“ wirken konnte. Neben den vielen Beteiligten aus Vereinen und Stadtsportverband hob Hoffmann insbesondere die Rollen von Rolf Zwitserloot und Dirk Maximowitz hervor, die maßgeblichen Anteil an der Realisierung des Projekts gehabt hätten.

Allerdings, so betonte anschließend Bürgermeister Bernd Eicker, sei die neue Breitensportanlage nicht ohne das Zutun Vieler realisierbar gewesen. Nach dem Motto „Eintracht gedeiht, Zwietracht zerstreut“ hätten sich Politik und Sport letztlich zusammengetan – und auch „glückliche Umstände“ für sich genutzt: Eicker erinnerte an das Krisenjahr 2008, in dessen Folge ein Konjunkturprogramm aufgelegt wurde, von dem der Franz-Dobrikat-Sportplatz profitierte. Wie berichtet, hatte die Stadt den Initiatoren im vergangenen Jahr 486 625 Euro aus diesem Topf überwiesen. Eine Transaktion, an die sich Michael Brosch als Vertreter der Ratsfraktionen gerne erinnerte: Doch nicht zuletzt das enorme Einsparpotenzial für die Stadt habe nach langer politischer Diskussion dafür gesorgt, dass Agilis GmbH und Vereine an der Karlshöhe zum Zuge kamen. Einen besonderen Dank richtete Brosch an die heimischen Unternehmer, die sich mit ihrem Engagement für die Breitensportanlage auch fernab der Gewerbesteuer gerne für die Stadt engagierten.

Von Freude, aber auch Kritik war indes die Rede von Dirk Schmale gekennzeichnet: Der Vorsitzende des Stadtsportverbands (SSV) erinnerte daran, dass die nun erfolgte Sanierung dreier Sportplätze in Halver nicht zuletzt auf ein Positionspapier des SSV aus dem Jahr 2007 zurückgehe. Doch so sehr Schmale auch die großen Anstrengungen aller Beteiligten an der Karlshöhe lobte, so warnte auch er zugleich davor, das bürgerschaftliche Engagement überzustrapazieren. „Heute bauen wir einen Sportplatz, heute streichen Eltern mit Schülern die Wände der Klassenzimmer an – und morgen pflastern wir unsere Straßen“, so Schmale. „Das kann und darf nicht sein.“

Dennoch endete Dirk Schmales Rede durchaus optimistisch: mit der Ankündigung, dass sich Halveraner Handwerker zusammengetan hätten, um die Tribüne der Breitensportanlage zu erneuern. Eine Perspektive, die manch ein Besucher des Franz-Dobrikat-Platzes gestern begrüßte – zumal zeitgleich wie zum Beweis der Notwendigkeit solch einer Maßnahme einige Regentropfen aus dem Himmel über der Karlshöhe fielen. ▪ Frank Zacharias

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