Großes Projekt

FC Phoenix saniert Gebäude an der Karlshöhe

FC Phoenix, Sanierung Funktionsgebäude, Karlshöhe, Halver
+
99 000 Euro Fördermittel und jede Menge Manpower: Der FC Phoenix Halver 08 (im Bild Vorsitzender Jonas Winkhaus (rechts) und Yannik Neuhaus vom Repairmanagement des Vereins) will das Funktionsgebäude an der Karlshöhe bis zum Sommer kommenden Jahres komplett sanieren.

Der FC Phoenix hat sich etwas Großes vorgenommen: Das Funktionsgebäude an der Karlshöhe soll saniert werden. Das passiert unter anderem mit einer Förderung.

Halver – Der erste Container mit Bauschutt ist längst voll und ausgetauscht. Seit Kurzem laufen die Sanierungsarbeiten am Funktionsgebäude des Franz-Dobrikat-Sportplatzes an der Karlshöhe auf Hochtouren. Die Fußballer des FC Phoenix Halver 08 sind mit reichlich Manpower und ebenso viel handwerklicher Expertise treibende Kräfte des umfangreichen Projekts, das mit 99 000 Euro aus dem Förderprogramm „Soziale Integration im Quartier“ unterstützt wird.

Der Gang ins Untergeschoss des Gebäudes, hier liegen die Umkleidekabinen und Duschen, ist ein Stück weit auch ein Abstieg in die Vergangenheit. Seit Jahrzehnten sind hier keine nachhaltigen Renovierungsarbeiten mehr durchgeführt worden. Verschönerungen der Phoenix-Kicker in Eigenregie ja, aber mehr nicht.

Gerade die Duschen waren nicht mehr zumutbar.

Jonas Winkhaus, 1. Vorsitzender des FC Phoenix

Jonas Winkhaus, seit dem Spätsommer 1. Vorsitzender des FC Phoenix, bringt es auf den Punkt: „Man muss ehrlich sein: Gerade die Duschen waren nicht mehr zumutbar.“ Noch unter Winkhaus’ Vorgänger Thomas Fischer nahm der Phoenix-Vorstand deshalb Kontakt mit der Stadtverwaltung auf. Yannik Neuhaus, im Verein zusammen mit Niklas Menzel für das Repairmanagement zuständig, lobt die Zusammenarbeit mit dem Rathaus. „Das ist sehr gut gelaufen“, sagt Neuhaus.

Soziale Integration im Quartier

Das Förderprogramm „Soziale Integration im Quartier“ gibt es seit 2017. Das Bundesbauministerium fördert damit die Erneuerung sowie den Aus- und Neubau sozialer Infrastruktur. Von 2017 bis 2020 stellt der Bund den Ländern dafür jährlich 200 Millionen Euro zur Verfügung. Erweiterungen, Sanierungen, aber auch Neubauten werden gefördert. In Halver flossen Mittel aus dem Förderprogramm unter anderem in den Neubau des Spielplatzes am Rathaus.

Beim Gang durch das Gebäude wird der Umfang der bevorstehenden Maßnahmen rasch deutlich. Die Heizung soll erneuert werden, eine Fußbodenheizung für deutlich höhere Energieeffizienz sorgen. Auch die alte Elektrik wird komplett ausgetauscht, der gesamte Sanitärbereich neu gefliest.

Drei bis vier Schichten Fliesen wurden von den Phoenix-Mitgliedern in Eigenarbeit entfernt.

Für die rund zehn Phoenix-Mitglieder, die beim ersten von vielen noch folgenden Arbeitseinsätzen mit von der Partie waren, erwiesen sich schon die vorbereitenden Abrissarbeiten als echter Knochenjob. „Da waren zum Teil drei oder vier Schichten Fliesen übereinander“, berichtet Jonas Winkhaus. Doch damit nicht genug.

Das Gebäude wird barrierefrei

Die WC-Anlagen werden zum Teil verlegt und im oberen Bereich des Gebäudes barrierefrei, sprich behindertengerecht, ausgestaltet. Künftig gibt es hier ein Damen-, ein Herren- und ein Behinderten-WC. Die Stufen vor dem Gebäude werden entfernt, um auch eine Zugänglichkeit per Rollstuhl oder Rollator zu gewährleisten. „Das ist ein ganz wichtiger Punkt“, sagt Yannik Neuhaus, „bei uns Fußballern ist das vielleicht nicht ein so großes Problem. Aber wir vermieten unser Vereinsheim, die Leichtathleten nutzen den Platz und wenn der RV Halver Turniere veranstaltet, sind da meistens deutlich mehr Zuschauer als bei uns.“

Die Modernisierung der Schiedsrichterkabine und des Besprechungsraumes, der unter anderem dem ebenfalls an der Karlshöhe ansässigen Reit- und Fahrverein als Meldestelle dient, der Austausch der in die Jahre gekommenen Fenster mit antiquierter Einfachverglasung, die Erneuerung der Fassade und ein neues Dach – dieser Posten gehört nicht zum Förderprogramm – runden das umfangreiche Maßnahmenpaket ab.

Auch der Besprechungsraum, unter anderem vom RV Halver als Meldestelle bei Turnieren benutzt, soll modernisiert werden.

„99 000 Euro klingt auf den ersten Blick viel, und wir freuen uns auch sehr über die Förderung“, ordnet Jonas Winkhaus die Fördersumme ein, „aber mit Blick auf alle Bestandteile der Sanierung reicht das natürlich bei Weitem nicht.“ Soll heißen: Der FC Phoenix Halver 08 muss mit viel Eigenleistung einspringen. „Wir sind im Verein breit aufgestellt, haben viele Facharbeiter aus dem Handwerk“, erläutert Yannik Neuhaus, „Sanitär, Heizung und Elektrik werden wir komplett in Eigenleistung machen, nur das Material über unsere Firmen beziehen. Andernfalls würde das den Kostenrahmen komplett sprengen.“ Wie viele Arbeitsstunden letztlich von den Vereinsmitgliedern zu leisten sind, das vermögen weder Neuhaus noch Winkhaus zu sagen. „Wir werden das nachhalten, aber am Ende machen wir das natürlich auch gerne“, sagt Neuhaus.

Der Zeitplan für die Sanierung steht

Der Zeitplan für die Sanierung jedenfalls steht. Bis Jahresende wird der Phoenix-Bautross immer samstags vor Ort sein und die Entkernungsarbeiten weiter vorantreiben, damit Anfang kommenden Jahres die Handwerker ins Gebäude können. Läuft alles glatt, soll die Liegenschaft zum Start der Saison 2021/22, also im Sommer 2021, in komplett neuem Glanz erstrahlen.

Sollte bereits vorher wieder Fußball gespielt werden können, die Arbeiten aber noch nicht beendet sein, wäre das in den Augen der beiden Vorstandsmitglieder kein Drama. „Ich gehe davon aus, dass wir bei sinkenden Corona-Zahlen sowieso nur schrittweise zum normalen Sport zurückkehren dürfen“, wagt Jonas Winkhaus eine erste Prognose. Und weiter: „Die Kabinen dürfen wir dann wahrscheinlich eh erst später nutzen. Dann zieht man sich eben draußen um. Das ist kein Problem.“

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Hinweise zum Kommentieren: Auf come-on.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.


Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.

Netiquette
Hinweis: Kommentieren Sie fair und sachlich! Rassistische, pornografische, menschenverachtende, beleidigende oder gegen die guten Sitten verstoßende Äußerungen sind verboten und werden gelöscht.

Kommentare