Fastenbrechen: 250 Gäste feiern Ende des Ramadans

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Nach alter Tradition wurde Linsensuppe serviert. ▪

ORTSMARKE ▪ Bereits vor den Türen verbreitete sich zu Beginn der Feierlichkeiten ein würziger Essensgeruch: Der türkisch-islamische Kulturverein hatte am Samstagabend anlässlich des Endes vom Fastenmonat Ramadan zum Fastenbrechen in die Aula der Realschule geladen.

Den Abend eröffnete Ayse Keles, Leiterin der Damenfraktion des Kulturvereins, die durch das Programm führte. Imam Hassan Cakiroglu sang zu Beginn ein Gebet aus dem Koran als Einstimmung auf den Abend. Vorgetragen wurden die Verse von Cakiroglu in arabischer Sprache, anschließend wurden sie auf türkisch und deutsch übersetzt.

Bürgermeister Dr. Bernd Eicker betonte, der Termin des Fastenbrechens sei ein fester Bestandteil in seinem Jahresplan: „Dies ist ein besonderer Abend für die türkisch-islamische Gemeinde. In Halver ist es seit Jahren eine Selbstverständlichkeit, dass Muslime und Nichtmuslime gemeinsam an einem Tisch sitzen“, so Eicker. Pfarrer Hans-Jürgen Patro, der mit seinem Kollegen Pfarrer Christoph Dickel als Stellvertreter der evangelischen Kirchengemeinde erschienen war, ergänzte: „Die Fröhlichkeit der Kinder hier ist die Hoffnung, dass wir alle in Zukunft in Frieden und Freiheit miteinander leben können.“

Zum Essen wurde zunächst traditionell Linsensuppe gereicht, bevor Schnitzel, Salat, Reis und Bohnen folgten. Zum Abschluss wurde süßes Gebäck bereit gestellt. „Bei den Deutschen ist Wein oder Kaffee am Ende des Essens üblich, bei uns Türken gibt es traditionell etwas Süßes“, erklärt Nihat Keles, Sekretär des Vereins. Keles bedankte sich auch bei den freiwilligen Helfern. Insbesondere die weiblichen Mitglieder hob er hervor, die stundenlang daheim die Gerichte vorbereitet hatten. „Die Damen spielen bei uns, entgegen des weitläufigen Vorurteils, eine große Rolle“, so Nihat Keles. „Sie sind voll integriert und tragen eine aktive Rolle im Verein. Man sieht das auch daran, dass heute eine Frau moderiert.“ ▪ bf

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