Sinnwell-Lesung sorgt für Platznot im Museum

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Werner Sinnwell las im Heimatmuseum aus seinem neuen Buch. ▪

HALVER ▪ Wenn Werner Sinnwell ein neues Buch vorstellt, kommen die Halveraner Kulturinteressierten gleich scharenweise: So auch am Sonntag, als der ehemalige Konrektor der Realschule aus seinem mittlerweile achten Werk las.

Fast 70 Besucher waren ins Heimatmuseum gekommen, um Auszüge aus dem Buch „Es war die Nachtigall“ zu hören – eine Sammlung kurzer Texte und Szenen, die in den vergangenen vier Jahren am Schreibtisch des heimischen Autors entstanden sind.

Dass für einige wenige Besucher aufgrund der Resonanz kein Stuhl mehr zur Verfügung stand, trübte deren Stimmung nicht. Schließlich genossen die Gäste die neuen, teils poetischen, teils nachdenklichen, doch fast immer mit Humor gewürzten Texte. Den Auftakt machte natürlich ein Ausflug in jene Szene, die dem neuen Sinnwell-Buch ihren Namen gab: Als Romeo und Julia darüber streiten, ob es denn nun die Nachtigall oder doch die Lerche war, deren Ruf die Liebenden vernommen haben. Eine Szene, die für den Halveraner Autor mit rund vier Minuten viel zu kurz ausfiel – so dass er ihr kurzerhand eine Vorgeschichte schrieb, die schnell deutlich macht, warum Romeo auf die Nachtigall als Unruhestifter beharrt...

Gemeinsam mit Martina Schnerr-Bille trug Werner Sinnwell seine Version der vermeintlich romantischen Liebesnacht vor. Und auch Hans Halbfas und Marion Görnig, ebenso wie Schnerr-Bille Mitstreiter der VHS-Geschichtenschmiede, unterstützten Sinnwell bei der Lesung. Sie trugen die Glosse „Kofferpacken“ sowie einen, wie Sinnwell selbst sagte, „reichlich abgedrehten Text“ vor, für den sich der Autor in die Rolle eines schreibenden Salvador Dalí begab. Die Kurzgeschichte „Wintereinbruch“, über einen vom Pech Verfolgten, und ein humorvoller und zugleich kritischer Blick auf das Schubladendenken im Allgemeinen rundeten die Lesung ab, die zwischendurch mit einer kurzen Präsentation von Bildern Anne Bielaus angereichert wurde. Einige der Zeichnungen sind auch in Sinnwells neuem Buch zu finden.

Das Buch „Es war die Nachtigall“ kostet 14,80 Euro und ist unter anderem im Kö-Shop und im Optikergeschäft Nockemann erhältlich. ▪ Frank Zacharias

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